Durch die Lüßplateau-Heideflächen zum Weesener Bach (Südheide)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑125m  ↓125m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Naturpark Südheide, zwischen Hermannsburg und Lutterloh, sind wir durch die Heide- und Waldlandschaft unterwegs, wo sich die Naturschutzgebiete die Klinke in die Hand geben. Darunter sind die Heideflächen Mittleres Lüßplateau, die seit Sommer 2019 im Naturschutzgebiet Heiden und Magerrasen in der Südheide integriert sind. Sehr schön ist auch die Misselhorner Heide, an der wir unsere Runde, an der K17 östlich von Hermannsburg, starten.

Am Wanderparkplatz an der Misselhorner Heide sind auch gleich Rastplätze und Infos zur Heidelandschaft zu finden. Vornehmlich hat sich die anspruchslose Besenheide hier ausgebreitet. Nach und nach, bedrängt immer mehr Wald die Magerrasen mit Heidesträuchern und auch Wacholder, weswegen bestimmte Teile unter Schutz stehen. Vor rund 4.500 Jahren war in der Region auch Wald. Erst das Sesshaftwerden, Ackerbau und Viehzucht und das Verlangen nach Brennholz, beispielsweise für die Salinen in Lüneburg, machten aus Wald den nährstoffarmen Magerrasen.

Wir kommen durch einen Waldabschnitt, mit Kiefern beispielsweise, zu den Heideflächen Mittleres Lüßplateau und ins Tiefental. Die Wanderer auf dem Heidschnuckenweg haben auch Freude an der Landschaft. Wenn wir Glück haben, lassen sich auch Heidschnucken bei der Arbeit sehen.

Überwiegend durch Wald geht’s nach Lutterloh, das auch von Landwirtschaft umgeben ist und durch das der Lutterbach fließt. Der 13,7km lange Bach heißt auch Weesener Bach und fließt in die Örtze. Seine Quelle ist südlich von Lutterloh.

In Lutterloh, rund 8,5km Wanderung liegen hinter uns, sehen wir eine pittoreske denkmalgeschützte Hofanlage mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Scheune und Remise. Ins Auge fällt das Taubenhaus mit dem Glockentürmchen. 

Die Wanderung führt gen Westen und der Weg folgt mit etwas Abstand dem Weesener Bach (Lutterbach) ins Naturschutzgebiet Weesener Bach. „Lutter“ wird mit lauter=sauber und rein übersetzt. Der gesamte Bachlauf ist unter Naturschutz gestellt. Aufgrund der Pflegemaßnahmen und seiner Reinheit ist er bei Pflanzen und Tieren sehr beliebt – und bei Wanderern eben auch. Wir queren den Bach über den Weg Oberer Specken, der uns schließlich mit Wald und Feld zum Ausgangsort bringt.

Bildnachweis: Von Puusterke [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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