Durch die Hölle: Höllbachtal-Rundtour (bei Brennberg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑356m  ↓356m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Naturschutzgebiet Hölle in der Gemeinde Rettenbach lädt ein, nicht nur für Wanderungen, auch für Wortspielereien. So sagt Rettenbach über sich: „durch die Hölle ins Paradies“. Neben dem Paradies ist das Burgdorf Brennberg aussichtsreich. Mit dem Stausee Postfelden (für Angler), haben wir weitere Abwechslung. Auf und Ab, Wald, Feld, Wiesen, Wasser, Seen, Burgruine, Aussichtsturm: Mehr Unterhaltung auf 13km geht kaum.

Beim Parkplatz zur Hölle, bei Lösmühle, geht’s los, gegen den Uhrzeigersinn und mit dem Höllbach ins Naturschutzgebiet Hölle, das sich unter anderem durch einen hübschen Mischwaldbestand auszeichnet: Sommerlinden, Ahorn, Ulme, Esche, moosbewachsene Baumstämme, die dort herumliegen dürfen, wie sie gefallen sind.

Herumliegen dürfen auch die mächtigen Steinblöcke aus Gneis und Granit, die als Blockmeer als Geotop gelistet sind. Seit der letzten Eiszeit ruhen sie und zeigen Wollsackverwitterung. Das rund 19ha große Naturschutzgebiet Hölle bietet zu jeder Jahreszeit besondere Naturschauspiele, besonders nach der Schneeschmelze kann der Höllbach, wie dieser Abschnitt der Wiesent (fließt zur Donau) genannt wird, beachtlich anschwellen. Wie man sich denken kann, sind in dem Gebiet mit dieser Abwechslung auch reichhaltig Tiere und Pflanzen anzutreffen, die das feuchte und kühle Klima schätzen. Das Naturschutzgebiet Hölle ist zudem Natura-2000-Gebiet und liegt im Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Wenn wir es ausgiebig genossen haben, gelangen wir mit dem Höllbach talwärts. Wir wandern an Dosmühle vorbei, gelangen vom Höllbach weg auf ein Sträßchen, dem wir nach Wernetsgrub folgen, gegenüber der Ansiedlung ist ein Weiher. Bei einer kleinen Kapelle biegen wir vom Fahrweg ab und kommen durch Wiesen und Felder nach Brennberg mit Burgruine auf einem Granitfelsen.

Wir wandern am Rathaus vorbei sowie der Kirche Sankt Rupert (1689) hinauf zur Ruine Brennberg, wo wir rund 639m erreichen. Die Burg Brennberg entstand ab dem 11. Jahrhundert, wurde im 14. Jahrhundert in zwei Teile aufgeteilt, Ober- und Unterbrennberg, verbunden durch einen Hof. Wir sehen Gemäuer und Reste des romanischen Bergfrieds. Der hölzerne Aussichtsturm bietet einen schönen Blick in den Vorderen Bayerischen Wald und das Mittelgebirge Bayerischer Wald. Bei entsprechend guter Sicht, kann man die Alpengipfel erblicken.

Durch Brennberg wandern wir hinab, halten uns dann In der Öd rechts, folgen dem Sträßchen, links und rechts sind Felder und Wiesen. Es geht durch ein Wäldchen auf und bei einer kleinen Ansiedlung mit Feldfluren wieder ab. Nach rund 8,3km sind wir von Bäumen beschattet bei der Aussicht Holzsteg und im Höllbachtal. Wir wandern über den Steg und mit dem Höllbach zur Rechten an den Rand des Ausgleichbeckens Fahnmühle, wo der Höllbach angestaut ist. Dass hier Strom gewonnen wird, ist sehr umstritten.

Wir wandern durch Röhrendorf, kreuzen ein Sträßchen, gelangen durch den Wald Grubmühlholz nach Grubmühle, streifen das Ostufer des Stausees Postfelden und finden uns am Ausgangsort.

Bildnachweis: Von P4t4r1000 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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