Dreimühlen-Wasserfall Runde (über Nohner Mühle und Burg Kerpen)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑371m  ↓371m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir sind im Landkreis Vulkaneifel im Gebiet der Gemeinde Üxheim auf einer fantastischen Runde mit viel Abwechslung: Dreimühlen-Wasserfall, Ruine Dreimühlen, Burg Kerpen, Hönselberg (570m) und dem Naturschutzgebiet Hönselberg, einstiges Kloster Niederehe – eine wwww-Tour: Wasser, Wald, Wiesen, Wacholderheide.

Start ist der Parkplatz am Ahbach bei der hübschen alten Nohner Mühle mit Café und Seminarhaus. Erstes Ziel ist der Dreimühlen-Wasserfall, vom Mühlenbach inszeniert. Ein fantastisches Naturschauspiel, das unter Schutz gestellt wurde. In mehreren Strähnen topft dem Moos das Wasser aus den Haaren, auch in Bächen stürzt sich das kalkhaltige Nass über eine Breite von 12m aus Höhen von 4 bis 6m in den Ahbach hinab. Sehr schön!

Die Burgruine Dreimühlen aus dem 13. Jahrhundert ist in Steinresten vorhanden und steht auf rund 380m Höhe. Einer Hexen-Sage nach, kamen die Nohner Frauen auf Besenstielen herangefegt, um, wie man heute sagen würde, „Party zu machen“, bis zu dem einen Tag, an dem ein Versprecher der Hexe beim Zauberspruch dem Treiben ein Ende setzte, die Frauen aus dem Dorf nicht mehr: „über Hecken und Zäune“ nachhause sausten, sondern „durch Hecken und Bäume“ zerzaust daheim ankamen und sich nicht wieder zur Burg Dreimühlen trauten.

Mit dem Mühlenbach wandern wir durch Aue. Nördlich erstreckt sich der Steinbruch Müllerkalk. Es geht leicht ansteigend zum Höhenberg (511m) mit Wald, Wiesen und Feld. Am Grab des Eifelmalers Fritz von Wille (1860-1941) gelangen wir vorbei zur Burg Kerpen, erstmalig 1136 erwähnt. Burg Kerpen wurde auf einem Dolomitsporn errichtet und wurde während des Dreißigjährigen Krieges nebst dem Ort Kerpen von französischen Truppen in die Luft gejagt.

Im 19. Jahrhundert kümmerte sich ein Gönner um die Reste und setzte dem Bergfried einen Zinnenkranz auf. Es folgte gastronomische Nutzung, Flüchtlingsunterbringung und nun stehen umfassende Umbaumaßnahmen für Wohnzwecke auf dem Plan: Betreten der Baustelle verboten! Das gilt nicht für die einstige Burgkapelle St. Sebastian und Stephanus aus dem 16. Jahrhundert.

Wir durchqueren Kerpen gen Süden, kommen über den Felschbach, verlassen die Loogher Straße, wandern nach Loogh, dann über den bewaldeten Hönselberg (570m) hinauf und wieder runter durch das Naturschutzgebiet Hönselberg mit Wacholderheide und Laubwald.

Anschließend kommen wir nach Niederehe mit der Kirche St. Leodegar aus dem 12. Jahrhundert. Sie war einst die Klosterkirche des Klosters Niederehe. Erst waren hier die Augustiner, dann die Prämonstatenser, im 15. Jahrhundert tobte sich ein Feuer aus und das Kloster wurde im barocken Stil erneut aufgebaut. Heute sind hier Räume der Pfarrgemeinte und Wohnungen. Wir wandern über den Niedereher Bach, die Nohner Straße und folgen dem Bachlauf zurück zur Nohner Mühle, unserem Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Sigwol126 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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