Dreihausen

Verwaltungssitz der Gemeinde Ebsdorfergrund und zugleich größter Ortsteil ist das Dorf Dreihausen. Dreihausen kam zu seinem Namen, als Unterhausen, Mittelhausen und Oberhausen zusammen gelegt wurden.

Kulturgeschichtlich spannend sind die Höfe bei Dreihausen, die südlich des Ortskerns liegen (Zufahrt über Londorfer Weg mit Parkmöglichkeit am Wasserhochbehälter). Bei den Höfen von Dreihausen handelt es sich um die spärlichen Reste einer Burg der Karolinger, die von 751-911 im fränkischen Reich die Könige stellte. Später waren die Höfe bei Dreihausen eine Königspfalz der Salier.

Die ausgedehnte Burganlage wurde in der Mitte des 8. Jahrhunderts errichtet und diente den Königen als Quartier bei ihren Reisen durchs Land. Auch eine Rundkapelle – ein Bautyp, der vor allem im 10. Jahrhundert vorkam – wurde angelegt. Am Standort der Rundkapelle wurde ein Stück Porphyr gefunden, was Forschern als Beleg gilt, dass hier tatsächlich die salischen Könige Heinrich III. und Heinrich IV. eine Pfalz unterhielten, denn das Mineral Porphyr war seit dem römischen Reich den Kaisern zur Repräsentation vorbehalten.

Bekannt ist Dreihausen auch durch das Dreihäuser Steinzeug. Das wurde zwar nie in Dreihausen selber hergestellt, aber die Dreihausener lieferten den Ton, der sehr hochqualitativ war und sich deshalb bei hohen Temperaturen zu dem Steinzeug brennen ließ.