Drei-Burgen-Route (Weserbergland)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑439m  ↓439m
Drei-Burgen-Route (Weserbergland) Wegzeichen, Markierung, Beschilderung

Die als Qualitätsweg vom Deutschen Wanderverband zertifizierte Drei-Burgen-Route verbindet auf einer kurzweiligen Runde drei Burgen im Weserbergland: die Paschenburg, die Osterburg und die Schaumburg. Neben altem Gemäuer bekommen wir auch schöne Natureindrücke zu sehen, z.B. bei den Springsteinen.

Wir beginnen die Wanderung im nordwestlichen Zipfel am Wanderparkplatz Springsteine, der an der kleinen Kreisstraße K 71 nach Deckbergen liegt. Von hier geht es direkt zu den Springsteinen, einer schönen Felsformation, die als Naturdenkmal eingetragen ist. Die Springsteine verdanken ihren Namen dem Umstand, dass man sie früher - wo die Berge noch nicht so dicht bewaldet waren - vom Tal aus die Klippen am Hang hervorspringen sah.

Über den Oberberg (325m) wandern wir auf dem Kamm des Wesergebirges zur Paschenburg. Die Paschenburg ist eigentlich keine Burg, sondern ein altes Forsthaus, das heute als Gasthaus genutzt wird. Die Paschenburg steht auf der höchsten Stelle (336m) des Wesergebirges, dessen Landschaft nach Süden in das Obere Wesertal und nach Norden in das Tal der Bückeburger Aue abfällt. Direkt neben der Paschenburg steht ein kleiner Aussichtsturm, der 1827 erbaut wurde.

Über den Möncheberg (326m) wandern wir auf dem Kammweg weiter, verlassen dabei das Stadtgebiet von Rinteln und kommen nach Rohdental, einem Ortsteil von Hessisch Oldendorf. Hier haben wir den östlichen Scheitelpunkt der Wanderung erreicht.

Es geht nun auf die Burg Schaumburg zu. Burg Schaumburg ist Namensgeber des Geschlechts der Grafen von Schauenburg und Holstein und des Schaumburger Lands, dessen Wahrzeichen die Burg seit dem 13. Jahrhundert darstellt. Nachdem die Schaumburg 1866 in preußischen Besitz übergegangen war, wurde sie 1907 von Kaiser Wilhelm II. dem Fürsten von Schaumburg-Lippe zur Silberhochzeit geschenkt und danach aufwändig restauriert. Dabei wurde der Bergfried auf seine heutige Höhe von 30 Metern aufgemauert.

Wir könnten einen Abstecher zur Burggastronomie machen, können aber auch direkt weiter wandern und kommen dann kurz vor unserem Ziel noch zum Standort der ehemaligen Osterburg. Die Reste der Burganlage befinden sich unter Wald auf dem südwestlichen Vorsprung der Osterburger Egge, einem Höhenzug im Wesergebirge. Die Osterburg bestand aus zwei benachbarten, voneinander unabhängigen Burgen auf zwei Hügeln, die durch einen Abschnittsgraben getrennt waren.

Bildnachweis: Von Ingo2802 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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