Wir erfreuen uns heute eines Premium-Wanderwegs und zwar einem der Schwarzwälder Genießerpfade. Dieser ist rund um Sankt Blasien und stellt den sehenswerten Dom in immer neue Blickwinkel. 4 Mal geht’s auf und 4 Mal wieder hinab, was die Wanderung umso abwechslungsreicher macht. Infotafeln, QR-Codes, Domgeist und eine Ansprache für Kinder durch Domspatz Pfiffikus sowie die gestalteten Ruheplätze machen den Weg „premium“.
Sankt Blasien mit dem Dom und Kloster St. Blasien ist an sich schon ein wunderschöner Kraftort. Diese Kraft strömt vielleicht auch per Alb hindurch und erfährt eine Art Echo durch die Landschaft zwischen einigen 1.000ern. Das Naturschutzgebiet Feldberg-Schluchsee ist übrigens nicht weit entfernt. Die Klostergründung von St. Blasien geht auf die Zeit um 948 zurück. Die Historie ist selbstredend reichhaltig und füllt Bücher. Eine Bibliothek und Kunstsammlung lässt sich hier auch besuchen. Im einstigen Kloster ist zudem ein Gymnasium, das Kreismuseum ist in der Nähe, Gastronomie findet sich. Ein beliebtes Motiv ist auch die Sonnenuhr am „Unteren Kanzleigebäude“, dem Amtsgericht. Es wurde Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut. Das und noch mehr könnten wir uns auch noch am Rundenende vergegenwärtigen.
In die Runde gegen den Uhrzeigersinn starten wir ab dem Kloster und Tusculumweg. Wir wandern durch den Mischwald hinauf zur Luisenruhe mit herrlichem Ausblick. Gemeint ist die um 1880 erholungsuchende Tochter von Kaiser Wilhelm, Luise, die Großherzogin von Baden. Nach dem Ausguck wandern wir abwärts, kommen über die Alb und wandern aufwärts zum Windberg-Wasserfall. 6m tief stürzt sich das Windbächle hinab. Die felsige Windbergschlucht ist ein sich entwickelnder „Urwald“.
Abwechslungs- und waldreich wandern wir weiter, auch ein Stück auf dem Philosophenweg, und kommen zum Wildgehege am nördlichen Ende von St. Blasien. Abwärts führt die Runde abermals über die Alb, die südlich den Albstausee bildet und noch weiter südlich in Albbruck in den Rhein mündet. Wir nehmen nochmal Anlauf, um das 4. Mal Höhe zu gewinnen. Das ist am Weißenstein mit dem seit 2009 aufgerichteten Toscakreuz und herrlicher Aussicht auf St. Blasien erreicht. Das Kreuz stammt aus der Oper Tosca der Bregenzer Festspiele am Bodensee. Nun schlängeln wir uns zum Kurpark am Dom mit seiner Kuppel zurück und genießen einfach weiter …
Bildnachweis: Von Uli@wiki [CC BY 4.0] via Wikimedia Commons
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