Diamantschleifer-Weg Brücken (Pfälzer Bergland)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑566m  ↓566m
Diamantschleiferweg Wegzeichen Markierung Beschilderung

Dass Idar-Oberstein im Nahetal Zentrum der deutschen Edelsteinindustrie ist, weiß man vielleicht noch. Aber dass auch das rund fünfzig Kilometer südlich im Pfälzer Bergland gelegene Brücken eine beeindruckende Vergangenheit als Diamentschleiferdorf hat, dürfte weniger bekannt sein. Grund genug, uns vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und zwar auf dem durchgängig ausgeschilderten Diamantschleifer-Weg.

1888 wurde in Brücken die erste Diamantschleiferei in der Pfalz (damals zu Bayern gehörend) gegründet. 1907 kam eine zweite Schleiferei dazu, und im Laufe der Zeit wurde Brücken das Zentrum der pfälzischen Diamantschleiferei, rund 2.500 Diamant-Reiber und -Schleifer waren dort in Spitzenzeiten beschäftigt.

Der Diamantschleifer-Weg startet am Diamantschleifermuseum an der Hauptstraße in Brücken. Seit 1998 dokumentiert das Diamantschleifermuseum die historische, wirtschaftliche und technische Entwicklung der pfälzischen Diamantindustrie. Wir folgen der Hauptstraße zur katholischen Kirche, halten uns hier links und gehen vorbei am Alois-Hemmer-Haus des Evangelischen Diakoniewerks Zoar.

Jetzt verlassen wir Brücken und wandern durchs Pfälzer Bergland zum Ohmbacher Wartturm. Der Ohmbacher Wartturm wurde 2005 am Wartenstein (376m) errichtet und dient als Aussichtspunkt. Der Wartturm ist gut acht Meter hoch und bietet einen schönen Blick über die Landschaft.

Wir wandern nun weiter nach Ohmbach, das wie Brücken auch im Ohmbachtal liegt. Der Ohmbach ist ein 17 Kilometer langer Zufluss des Glans. Das älteste Gebäude in Ohmbach ist die evangelische Kirche aus dem 9. Jahrhundert. 1779-85 wurde das Langhaus der romanischen Kirche durch eine barocke Hallenkirche ersetzt. Der mittelalterliche Turm wurde in den Grundprinzipien erhalten. In der Kirche befindet sich die wohl älteste Stumm-­Orgel im Landkreis Kusel.

Von Ohmbach aus wandern wir noch ein Stückchen weiter nördlich zur Reismühle, einer Kaffeemanufaktur mit Land-Café und Hofladen. Dann geht es zurück nach Ohmbach und weiter Richtung Marbacher Berg (353m).

Über die Fritz-Claus-Hütte des Pfälzer Waldvereins kommen wir wieder ins Tal und zu einem beeindruckenden Dokument der Zeitgeschichte: der Steinkohlengrube Brücken, die von 1775 bis 1939 betrieben wurde. Wir kreuzen dann den Ohmbach erneut und wandern in einer Schleife zurück nach Brücken.

Bildnachweis: Von Renisa [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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