Dessighofen

Dessje, wie Dessighofen im örtlichen Dialekt genannt wird, liegt am Südwestzipfel des Nassauer Lands im Übergang zum Blauen Ländchen. Durch das kleine Dorf fließt der Hombach, ein Zulauf des Mühlenbachs. Das Landschaftsbild ist geprägt von saftigen, grünen Wiesen auf beiden Seiten des Bachlaufes, die dann in die sanften und vielfach bewaldeten Hügel des Einrich übergehen.

Die Geschichte von Dessighofen reicht zurück in die Zeit des Römischen Reiches, wie Hügelgräber und Überreste des Limes im nördlichen Teil der Gemarkung bis heute sichtbar belegen. Urkundlich wurde der Ort erst 1145 erwähnt, in einem Schriftstück des Klosters Schönau: Das damalige Bauerndorf wurde darin zur Zinszahlung an das Kloster aufgefordert.

Am Südrand des Dorfes wird durch privates Engagement das Biotop Dessighofen erhalten. Bürger haben das Gelände von der Gemeinde gepachtet und überlassen in den Wiesen am Kehlbach die Natur sich selbst. Neben zahlreichen seltenen Pflanzen gibt es dort auch Feuersalamander und Ringelnattern zu beobachten.