Burgfelsenpfad durchs Große Lautertal (Eiszeitpfad Alb-Donau)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑257m  ↓257m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Burgfelsenpfad führt uns durch das Tal der Große Lauter. Das Große Lautertal war früher übrigens ein Tal mit hoher Burgendichte. Der Burgfelsenpfad zählt zu den Eiszeitpfaden, die im Alb-Donau-Kreis angelegt wurden. Im Mittelpunkt stehen dabei die geologischen Besonderheiten der Region.

Auf dem Burgfelsenpfad kann man sich der Stimmung hingeben, die vermutlich bereits die Rittersleut bei der Heimkehr zu ihrer Burg hatten, erhaben über dem Tal der Großen Lauter, auf felsigen Höhen, von wo aus Angreifer schon frühzeitig ausgemacht werden konnten. Start ist in Unterwilzingen und die erste Hälfte der Runde werden wir im Tal mit dem mäandernden Bachlauf verbringen. Mehr Kondition und Trittsicherheit verlangt der Teil durch die höheren Lagen, die mit Ausblicken belohnen.

Unterwilzingen und Erbstetten sind Teile von Ehingen am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb – hier bevölkern lediglich 19 Menschen einen Quadratkilometer Fläche. Viel Naturraum! Die Große Lauter (auch nur Lauter genannt) ist ein 42km langer Zufluss der Donau, hat ihre Quelle bei Offenhausen (Gemeinde Gomadingen) und mündet südlich von Lauterach in die Donau. Lauterach ist von unserem Startpunkt aus gesehen, südöstlich und wir gehen zunächst gegen den Bachlauf.

Die ersten 700m werden auch die letzten sein. Die Runde öffnet sich im Tal der Großen Lauter, wobei wir sie nicht überqueren, sondern ihr durch die Aue folgen. Erst nach rund 2km überqueren wir sie und bleiben für weitere 1,5km dicht an ihrer Seite. Dann geht es aufwärts zu den Burgen. Allein auf dem Talabschnitt zwischen Inhausen/Andelhausen und Lauterach sind derer sieben vermerkt. Wir treffen auf unserem Stück auf drei.

Die Ruine Wartstein geht auf die Zeit zwischen 1200 und 1300 zurück. Sie thront auf rund 660m auf einem Felshang und liegt 150m über dem Tal der Großen Lauter. Reste des Bergfrieds dienen als Aussichtsturm. An der Ruine laufen auch die Hauptwanderwege 2 und 5 des Schäbischen Albvereins vorbei.

Die nächste Burg heißt Ruine Monsberg und wird ebenfalls auf die Entstehungszeit 1200 bis 1300 datiert. Von ihr sind lediglich Mauerreste, ein Keller und Gräben auszumachen. Älter war wohl die Ruine St. Ruprecht, von der man auch nicht mehr viel oberirdisch sehen kann. Sie stammte vermutlich aus der Zeit von 1100 bis 1200. Unser Weg führt uns weiter in die Tallagen und zurück zur Großen Lauter.

Bildnachweis: Von Ustill [CC BY-SA 3.0 de] via Wikimedia Commons

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