Burg Hunolstein

Burg Hunolstein im Dhrontal wurde im 12. Jahrhundert begründet und war der Sitz der Vögte von Hunolstein (und man munkelt auch Heimat des Hunold, dem Kämmerer König Gunthers aus der Nibelungensage).

Die später schlossartig ausgebaute Burg Hunolstein (deshalb auch manchmal Schloss Hunolstein genannt) wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 endgültig zerstört. Doch der Aufstieg zu den Ruinen lohnt, denn von dem Felskegel aus hat man einen sehr guten Blick über das tief eingeschnittene Dhrontal.

Verlässt man Hunolstein wandernd in nördlicher Richtung, kommt man zum kleinen Hölzbach, der hier in die Dhron mündet. Das Hölzbachtal ist naturbelassen und zeigt sich von einer wildromantischen Seite. Das letzte Drittel ist schluchtartig verengt und bekannt als Hölzbachklamm. Kurz vor der Einmündung in die Dhron ist ein sehenswerter Wasserfall zu bewundern.

An der Straße von Hunolstein nach Weiperath steht die Walholzkirche. Die Walholzkirche verdankt ihren Namen der Legende nach dem Umstand, dass die Hunolsteiner sich nicht auf einen Standort für die Kirche einigen konnten. Das Bauholz lag dann dreimal wie von Geisterhand im Tal – die Wahl für den Ort, wo das Holz verbaut werden sollte war damit gefallen. Die Walholzkirche verbindet drei Baustile: den romanischen Turm aus dem 13., das gotische Langhaus aus dem 14. und den barocken Baukörper aus dem 18. Jahrhundert.

Fährt oder wandert man durch bis Weiperath, kann man sich hier im Hunsrücker Holzmuseum über den Werkstoff Holz informieren. Das im Jahr 2000 eröffnete Hunsrücker Holzmuseum zeigt den Zyklus von der Waldbewirtschaftung über die Holzernte, den Holztransport, die Bearbeitung im Sägewerk und die Nutzung von Holz im Handwerk, Kunsthandwerk, und im Haushalt.