Burg Balduinseck

Durch den Zusammenfluss von Mastershausener Bach und Schumbach entsteht der Mörsdorfer Bach, der auf 20km dem Flaumbach zufließt und diesen am Kloster Maria Engelport erreicht. An diesem Zusammenfluss steht auf einem Bergsporn die Ruine der Burg Balduinseck.

Burg Balduinseck wurde um 1325 als Höhenburg errichtet, um die Belagerung der Burg Kastellaun zu unterstützen. Der Erzbischof Balduin von Trier war der Bauherr und hatte bei Buch das Recht erkauft, gegen die Grafen von Sponheim die Burg zu errichten. Balduinseck steht auf einem rund 25m hohen Schieferkegel und erhalten hat sich sichtbar der noch immer rund 18m hohe viergeschossige Wohnturm.

Die Mauerstärke der Ruine beträgt circa 2,5m. Durch das Innere wendelt sich eine Treppe und auffallend sind neben den vielen Fenstern die abgerundeten und teils hervorspringenden Eckerker. Richtet man seinen Blick im Inneren nach oben, sieht man noch alte Putzreste und auch die Kamine sind noch erkennbar. Reste der Ringmauer und eines Rundturmes sind ebenfalls erhalten wie eine alte Zufahrt mit Halsgraben. 55 x 20m misst die Ruine, viel Raum für spannende Ereignisse, die, so heißt es, nicht überliefert sind.

Was man weiß ist, dass die Burg im 16. Jahrhundert an Bedeutung verlor und bereits 1780 wurde sie als verfallen bezeichnet. Nicht mal mehr Gewalt hatte es wohl gebraucht, um Burg Balduinseck verkommen zu lassen. Ihr Verfall war recht bedrohlich, so dass in den letzten Jahren Sicherungsmaßnahmen zu deren Erhalt stattgefunden haben. Seit 2014 kann man Burg Balduinseck wieder besichtigen.