Buckesfeld

Buckesfeld ist einer der vielen Lüdenscheider Stadtteile und liegt im Westen des Kernstadtgebiets. Schon im frühen Mittelalter muss dieses Fleckchen besiedelt gewesen sein, denn es wurde auf der Kuppe des Buckesfelder Kopfs (430m) die Existenz einer mittelalterlichen Wallburg nachgewiesen.

Wie viele andere kleine Höfe und Weiler im Einzugsgebiet der Stadt Lüdenscheid gehörte auch Buckesfeld schon früh zur Feldmark und hatte Butenbürgerrechte. Die Einwohner waren den Stadtbewohnern also rechtlich gleichgestellt. Gegen Anfang des 20. Jahrhunderts erst wuchs Lüdenscheid weit über seine bisherigen Begrenzungen hinaus und auch Buckesfeld vergrößerte sich, so dass die bebauten Flächen heute weitestgehend eine Einheit bilden.

An die Vergangenheit als außerhalb gelegener Freihof erinnert der historische Kotten in Buckesfeld. Das Haus ist ein typisch märkisches Längsdielenhaus mit gemauertem Sockel und einem Fachwerkgiebel, der teils mit Holz verkleidet ist. Das Dach ist strohgedeckt. Um den Kotten herum kommen Naturliebhaber auf ihre Kosten. Mehrere alte Bäume, teilweise Jahrhunderte alt, umstehen das Gebäude.

Sehenswert, aber deutlich jünger ist die heutige Berufsschule. Der Bau entstand 1913 und diente zunächst als preußisches Lehrerseminar. Seine markante Lage und der Dachreiter sorgen dafür, dass das Gebäude weithin sichtbar ist. In seiner Architektur finden sich vor allem Anklänge an Jugendstil und Neobarock.

Ebenfalls einen Besuch wert ist für Architekturfreunde die evangelische Johanneskirche. Sie entstand im Stil der Moderne und bietet mit ihrem kubischen Kirchturm ein Kontrastprogramm zu den vielen älteren Kirchenbauten im Ebbegebirge.

Die größte Kirmes des Sauerlands ist angeblich das Lüdenscheider Schützenfest des Bürgerschützenvereins. Das zumindest verkündet der 1910 gegründete Verein in seiner Werbung für das Fest, das jährlich über zehn Tage um den Monatswechsel von Mai auf Juni herum ausgiebig gefeiert wird. Der Festplatz Hohe Steinert liegt mitten im Stadtteil Buckesfeld.