Brauereienweg Aufseß


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑255m  ↓255m
Kein Wegzeichen hinterlegt

2001 kam Aufseß ins Guinessbuch der Rekorde mit der höchsten Prokopf-Brauereiversorgung weltweit: 4 Brauereien auf 1.400 Menschen, das macht 0,28 Brauereien pro 100 Einwohnern. 2017 wurden in Deutschland insgesamt 1.492 Braustätten gezählt und 83 Mio. Menschen, damit liegt der bundesdeutsche Schnitt bei gerade einmal 0,0018 Brauereien pro hundert. Schon ein Unterschied - die Brauereiendichte in Aufseß ist über 150 Mal höher als anderswo in Deutschland.

Wir machen die Probe aufs Exempel und wandern durchs Aufseßer Brauereienland mit dem Ziel „Fränkischer Ehrenbiertrinker der Weltmeisterbrauereien“ zu werden. Und das geht so: Die erste Etappe führt uns von Aufseß nach Sachsendorf über etwa 4,7km zur Brauerei Stadter. Auf dem Weg sehen wir das Schloss Unteraufseß hinter uns und das Schloss Oberaufseß vor uns.

Durch das Aufseßtal kommen wir bei der Schweizerhaushöhle zur Aussicht Galerie und blicken über das Aufseßtal sowie zu den Schlossanlagen, wobei die in Oberaufseß ein wenig mehr an eine Burg erinnert und auf eine solche auch zurückzuführen ist.

Wir sind dann auch auf dem Fränkischen Gebirgsweg unterwegs, die Aufseß rechterhand, die wir vor Neuhaus queren und dann linkerhand haben. In Sachsendorf können wir in die Brauerei Stadter einkehren, die uns einen Stempel in den Brauereienweg-Wanderpass drücken. Hier wird ein bernsteinfarbenes Landbier gebraut, nach dem Rezept des Urgroßvaters, der die Brauerei 1884 gründete.

Die zweite Etappe, fast genauso lang wie die erste, führt uns nach Hochstahl zur Brauerei Reichold, durch offene Landschaft und etwas Wald, mit auf und ab. Zur Brauerei gehört auch ein Gasthof, Wohnmobilstellplätze, man kann hier essen, trinken und übernachten. Seit 1906 wird im Familienbetrieb ein Lagerbier gebraut, ein Zwickel, ein Hefeweizen und ein Bockbier. In Hochstahl ist zudem die Kirche St. Johannes der Täufer zu sehen.

Ab und auf, durch abwechslungsreiche Kulturlandschaft lockt Kathi-Bräu im 2km entfernten Heckenhof. Hier ist ein dunkles Lagerbier berühmt. Noch mit 80 Jahren braute der Inhaber (Ende 2018 verstorben) selbst. Auch hier kann man sich einen Stempel holen.

Die vierte Etappe erreichen wir, mittlerweile leicht angeheietert, nach weiteren rund 2km in Aufseß bei der Brauerei Rothenbach, die seit über 130 Jahren im Familienbesitz ist. Man kann zwischen 9 Biersorten wählen, von Lager- und Kellerbier, Hefeweizen und Seidla – und als alkoholfreie Versionen gibt es dort Gluggerla: nomen est omen, 7 Sorten Limonade. Nicht zu vergessen, die Urkunde zum Ehrenbiertrinker ausstellen lassen.

Bildnachweis: Von Immanuel Giel [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort