Bimbach (Großenlüder)

In der Lüderaue, keine 10km nordwestlich von Fulda, liegt Bimbach. Obwohl dörflich, wohnen hier heute über 2.000 Menschen, weshalb es logischerweise zwei Bimbachs gibt: ein Oberbimbach und ein Unterbimbach.

Im Ortskern von Oberbimbach steht die katholische Pfarrkirche St. Laurentius. Der sachliche Rechteckbau entstand 1840-45 und integriert den viel älteren romanischen Kirchturm. Der 32m hohe Turm wurde wohl im 13. Jahrhundert gebaut. In ihm befindet sich die Turmkapelle mit spätgotischen Wandmalereien, die nach der Renovierung 2012 wieder originalgetreu betrachtet werden können.

Unterbimbach hat keine eigene Kirche, sondern nur eine kleine Kapelle. Die Marienkapelle wurde 1717 am Ortsausgang nach Maberzell geweiht. An den Seitenwänden hängen die vierzehn Stationen des Kreuzweges aus kleinen Ölbildern von 1667.

Eine weitere Kapelle liegt südlich im Wald direkt an der Bonifatius-Route. Die Schnepfenkapelle entstand 1775 auf Stiftung des damaligen Besitzers des Schnepfenhofs. Daher der volkstümliche Name Schnepfenkapelle. Eigentlich ist die Wallfahrtskapelle nämlich der schmerzhaften Mutter geweiht. Der kleine spätgotische Holzaltar zeigt in seinem Aufbau zwischen vier Säulen eine Madonna mit Kind. In der Nische darüber befindet sich ein kleines spätgotisches Vesperbild (um 1480), das eigentliche Gnadenbild der Kapelle.

Folgt man von Bimbach aus der Lüder abwärts, kommt man in das Örtchen Lütterz. Auch hier gibt es eine Kapelle. Die St. Vitus Kapelle wurde 1931-33 aus Bruchstein erbaut und ersetzte ein mittelalterliches Kapellchen, das heute noch an der Brücke über die Lüder steht und als Wegkapelle dient.