Bergische Streifzüge Heimatweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑189m  ↓189m
Bergischer Streifzug 3 Heimatweg

Ganz prosaisch kann man sagen: Der Heimatweg führt von Wipperfürth zur Neyetalsperre und retour. Aber die Macher dieses Bergischen Streifzugs haben sich etwas Besonderes ausgedacht: Als Wegthema wurden die sechs Strophen des Bergischen Heimatliedes aufgegriffen. Man erfährt an den verschiedenen Informationstafeln am Weg vieles über das Bergische Land, seine Geschichte und seine Besonderheiten. Damit ist der Heimatweg quasi so etwas wie ein Grundkurs Bergisches Wandern.

Der Heimatweg startet am Marktplatz in Wipperfürth, der ersten Stadt, die von den Grafen von Berg neu in ihrem Hoheitsgebiet gegründet wurde. Das war im frühen 13. Jahrhundert. Ab dem 14. Jahrhundert war Wipperfürth Mitglied der Hanse, was man seit 2012 auch offiziell im Stadtnahmen führt. Man nennt sich Hansestadt Wipperfürth.

Durch die Marktstraße geht es aus dem historischen Kern von Wipperfürth hinaus. Die Wupper wird passiert und der Heimatweg führt zum Ommer Kreuz. Hier biegt der Heimatweg nach links und steuert über den kleinen Neyetal die Neyetalsperre an.

Der Rückweg führt wieder ins Wuppertal und über die Freizeitanlage Ohler Wiesen ins Zentrum von Wipperfürth. Das Ensemble von Marktplatz, evangelischer Kirche und der mächtigen katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus empfängt einen nach informativer Reise und lädt zu einem abschließenden Imbiss.

Und nun zur musikalischen Einstimmung der Text des Bergischen Heimatliedes, der Hymne des Bergischen Lands. Der Text stammt vom Solinger Rudolf Hartkopf (1859–1944), die Melodie vom Bonner Komponisten Caspar Joseph Brambach.

Das Bergische Heimatlied

Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt.
Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,
die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain.
Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand,
da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.

Wo die Wupper wild woget auf steinigem Weg
an Klippen und Klüften sich windet der Steg.
Wo der rauchende Schlot und der Räder Gebraus,
die flammende Esse, der Hämmer Gesaus
verkünden und rühmen die fleißige Hand:
da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.

Wo die Schwerter man schmiedet dem Lande zur Wehr,
wo‘s singet und klinget dem Höchsten zur Ehr,
wo das Echo der Lieder am Felsen sich bricht,
der Finke laut schmettert im sonnigen Licht,
wo der Handschlag noch gilt als das heiligste Pfand,
da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.

Wo so wunderbar wonnig der Morgen erwacht,
im blühenden Tale das Dörfchen mir lacht,
wo die Mägdlein so wahr und so treu und so gut,
ihr Auge so sonnig, so feurig ihr Blut,
wo noch Liebe und Treue die Herzen verband:
da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.

Keine Rebe wohl ranket am felsigen Hang,
kein mächtiger Strom fließt die Täler entlang.
Doch die Wälder sie rauschen so heimlich und traut,
ob grünenden Bergen der Himmel sich blaut,
drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand:
schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

Wo den Hammer man schwinget, mit trotziger Kraft,
da schwingt man die Schwerter auch heldenhaft,
wenn das Vaterland ruft, wenn das Kriegswetter braust,
hebt kühn sich zum Streite die bergische Faust,
dem Freunde zum Schutze, dem Feinde zur Schand,
mit Gott für den Kaiser, fürs Bergische Land!

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