Baden-Baden: Zum Schloss Hohenbaden und hinauf auf den Battert


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 35 Min.
Höchster Punkt: 567 m
Tiefster Punkt: 175 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Geschichte der Markgrafen von Baden wird uns auf der Runde von Baden-Baden ins nordöstliche Umland der historisch gut erhaltenen Kurstadt an der Oos begleiten. Mit dem Uhrzeiger kommen wir von der Grablege der Markgrafen in der Stiftskirche am Florentinerberg unterhalb des Neuen Schlosses vorbei, steigen auf zum Vorgänger, dem Schloss Hohenbaden (Altes Schloss), gehen weiter hinauf zum weithin sichtbaren Battert, einem Klettereldorado, steigen südlich von Ebersteinburg hinunter ins Tal des Rotenbächles und kehren über die Talstation der Merkurbergbahn ins Zentrum von Baden-Baden zurück.

Die Markgrafschaft Baden begann bereits im 11. Jahrhundert und währte mit Teilung und Vereinigung bis zum Großherzogtum Baden, das 1918 letztlich durch die demokratische Republik Baden abgelöst wurde. Viel Zeit, um viel Geschichte zu schreiben. Wir starten an der Stiftskirche, wo 14 der Markgrafen ihre letzte Ruhe fanden. Die Stiftskirche am Marktplatz ist vorm Ursprung eine romanische Basilika. Gleich benachbart ist das Neue Schloss, in dem umfangreiche Umbauten zu einer Luxusherberge stattfinden. Das Neue Schloss wurde zwischen 1388-1399 gegründet und knapp 100 Jahre später zur Residenz ausgebaut. Man sieht prächtige Renaissancebauten.

Die Halbtageswanderung hat noch nicht mal begonnen, wir haben kaum Meter gemacht und sind dennoch angereichert mit Eindrücken. Zwischen Altem Dampfbad und dem gewaltig-schönen Bau des Friedrichsbads (19. Jh.) treffen wir auf die Klosterkirche vom Heiligen Grab nebst Klosterschule, die 1670 gegründet wurde und heute ein Gymnasium ist. Ein sehenswerter Lernort mit Volutengiebel und schmucken Portalen.

Durch die Seufzerallee – ob hiermit der Schulweg oder der letzte Gang gemeint ist? - kommen wir an der kleinen Spitalkirche vorbei, die nach dem großen Stadtbrand 1689 im 18. Jh. im Stil der Spätgotik wieder aufgebaut wurde. Jetzt geht es durch eine Grünanlage mit dem Rotenbachtalsee aus der Stadt hinaus und hinauf am Hungerberg vorbei, über die Zähringerstraße an der Strohhütte vorbei und in die Bewaldung auf das Eberbrunnenwegle. 

Wir passieren die Sophienruhe (345m), das Sträßchen Alter Schlossweg, von dem wieder ab über den Lauermattenweg, immer weiter hinauf über den Belzer Fußweg und dann sind wir am Schloss Hohenbaden. Herrliche Aussichten haben wir über Baden-Baden, in die Rheinebene und die Vogesen. Das Schloss der Markgrafen entstand um 1100 als Hangburg: imposant, obwohl manches nicht erhalten ist. Im einstigen Rittersaal steht die weltgrößte Windharfe mit 4,1m Höhe.

Als nächstes genießen wir den Aussichtspunkt Ritterplatte (488m) und gehen über den Oberer Felsenweg zum Battert, einem beliebten Kletterfelsen. Der Battert, auch als Badener Wand bekannt, misst 568m und man fand Überreste eines keltischen Ringwalls.

Über den Unterer Felsenweg und Furtwänglerweg wandern wir ins Tal des Rotenbächle, kommen vorbei am Aussichtspunkt Engelskanzel, kreuzen die Rotenbachtalstraße und wechseln die Seite zur Teufelskanzel. Durch den Schwarzwald folgen wir dem Rotenbächle nach Baden-Baden. Dort gehen wir aber nicht direkt ins Zentrum, sondern machen einen kleinen Bogen, mit Stippvisite an der Talstation der historischen Merkurbergbahn, die auf den hiesigen Hausberg Merkur (668m) gezogen wird. Wir kehren über die Markgrafenstraße in die schmucke Kurstadt zurück.

Bildnachweis: Von Von Katharina Müller, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

IVW

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