Auf den Gipfel des Hochvogel (Allgäuer Alpen)


Erstellt von: wetomiel
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 10 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑1997m  ↓1997m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Gipfel des Hochvogels (2.592m) markiert die Landesgrenze zwischen Deutschland und Österreich, und eine Besteigung ist von beiden Seiten aus möglich. In jedem Fall ist aber Schwindelfreiheit, Kondition und Trittsicherheit Voraussetzung für die Besteigung des Hochvogels. Wir starten von der österreichischen Seite, umrunden den Hochvogel an der östlichen Flanke und starten dann die Besteigung vom Prinz-Luitpold-Haus, auf deutscher Seite gelegen.

Am besten bietet sich zur Besteigung ein Wochentag an, denn am Wochenende ist die Route ziemlich überlaufen, und überall kommt es zu kleinen Staus. Unser Startpunkt ist Hinterhornbach auf der österreichischen Seite, im Tal gelegen. Von der dortigen Brücke windet sich unser Weg über Schwabegg immer weiter empor bis in die hochalpine Landschaft.

Nach ca. vier Kilometern erreichen wir eine kleine Hütte, in der über die Sommermonate manchmal eine nette Dame leckere Milch und frischen Kaffee für die Bergsteiger bereit hält. Hier angekommen, halten wir uns nach rechts und machen uns auf in Richtung Fuchsensattel und haben dabei schon den Gipfel des Hochvogel immer fest im Blick.

Vom Fuchsensattel führt unser Weg nun gen Westen hin zum „Kalten Winkel“ auf der österreichischen Seite und wir treffen auf die Ausläufer des gleichnamigen Gletschers. Unser nächstes Ziel ist nun das Prinz-Luitpold-Haus auf deutscher Seite, das wir über alpine und kleine Wege erreichen. Das Prinz-Luitpold-Haus ist der Inbegriff alpiner Idylle. Auf einem Bergsporn, oberhalb eines kleinen Sees gelegen, fühlt man sich in eine Postkartenlandschaft versetzt.

Jetzt gilt es noch einmal die Kräfte zu sammeln, und dann steht einer Besteigung des Hochvogels nichts mehr im Wege – außer den eventuellen Wochenendstaus an einer der Kletterpassagen. Wir folgen dem Verlauf der Standardroute zur Besteigung des Hochvogels. Über die Balkenscharte und das Schneefeld des Kalten Winkels hinweg geht es stetig bergan bis zum Gipfel.

Dort angekommen, genießen wir die grandiose Aussicht und gratulieren uns zur Besteigung. Der Blick reicht über die Allgäuer- und Lechtaler Alpen und weit nach Norden bis ins schwäbische Alpenvorland. Besonders im Herbst und Winter gilt die Aussicht von hier oben als besonders schön und weitreichend. Auch wenn man hier eigentlich nicht mehr weg möchte, es wird Zeit, den Abstieg anzugehen.

Wir nutzen dazu den abenteuerlichen Bäumenheimer Weg, der uns zurück bis auf den bekannten Hinweg an der Hütte führt. Der Abstieg erfolgt nun über den Hinweg wieder hinab bis nach Hinterhornbach.

Für die Strecke werden rund 10 Stunden veranschlagt, d.h., man sollte die Wanderung entsprechend zeitig beginnen! Entsprechende vorab Informationen zum Wetter sind unbedingt zu beachten und entsprechende Bergausrüstung ist Pflicht.