Aufstieg vom Giebelhaus zum Prinz-Luitpold-Haus


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑639m  ↓173m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen machen wir heute Karriere – ein Aufstieg vom Berggasthof Giebelhaus auf rund 1.060m zum Prinz-Luitpold-Haus auf 1.846m. Die Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins der Sektion Allgäu Immenstadt wurde 1880 auf dem Grund von Prinz Luitpold von Bayern gebaut und ist die älteste DAV-Hütte in den Allgäuer Alpen. Sie hat etliche Schlafplätze und ist im Sommer geöffnet (Hüttenschlafsack nötig, Reservierung sinnvoll).

Von rund 10km entfernten Hinterstein aus führt die Giebelstraße zum Berggasthof Giebelhaus. Hier fährt während der Saison stündlich ein Pendlerbus. Im Tal der Ostrach geht’s los mit dem Anstieg und zwar erstmal sanft.

Wir queren den Obertalbach, der sich mit dem Bärgündelesbach zur Ostrach vereint. Der Bärgündelesbach wird unser treuer Begleiter, wobei wir seinem Lauf folgen, entgegen seiner Quelle. Mal sind wir nah bei ihm, mal stehen baumreichere Abschnitte zwischen uns.

Nach rund 2,7km sehen wir die Materialseilbahn zum Prinz-Luitpold-Haus und halten uns links. Der Anstieg bis hierhin war gemäßigt, wir haben 1.222m erreicht. Wir treffen den Stierbach, den wir queren, ein paar Serpentinen erleben und einen Bachlauf mit Wasserfall, auf dem Weg zur Unteren Bärgündelealpe, die im Kern aus der Zeit um 1830 und zeitweilig bewirtschaftet ist.

Weiter aufwärts liegt die Obere Bärgündlealpe, nicht direkt an unserem Weg. Wie genießen die abwechslungsreiche alpine Landschaft mit ihren Gräsern, Sträuchern und Blumen sowie die Aussichten im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen. An der Schafhöfhütte vorbei erreichen wir schließlich das Prinz-Luitpold-Haus. Das ist im Gemeindegebiet von Bad Hindelang. Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern lebte von 1821 bis 1912, ab 1886 bis zu seinem Tod war er Prinzregent.

Der Aufstieg hat uns rund 2,5 Stunden beschäftigt. Wenn man nicht übernachtet, kann man natürlich den gleichen Weg wieder hinuntergehen. Das ist die sicherste Variante. Eine weitere Option für sehr ausgeschlafene und unermüdliche ist der Jubiläumsweg, vom dem dann zwischen Sattelkopf und Schänzlekopf abbiegen und über den Roßkopf auf den Erzstieg umsteigend zum Giebelhaus zurückwandern. Dann hätte man die Tour mal eben über den Daumen verdreifacht – so ausgeschlafen sind wir nicht, heute.

Bildnachweis: Von Clemens Pohl [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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