Auf dem Tuchersteig ins Schnaittachtal (Nürnberger Land)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑261m  ↓227m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Streckenwanderung im Süden der Fränkischen Schweiz führt uns von Forth (Markt Eckental) ins östlich davon gelegene Simmelsdorf über Bullach (Lauf an der Pegnitz), Kirchröttenbach und Freiröttenbach, beides Orte des Markts Schnaittach. Wir wandern dabei auf dem Tuchersteig.

Der Tuchersteig erinnert an die Tucher von Simmelsdorf, eine einflussreiche Patrizierfamilie, die über Jahrhunderte die Geschicke der einstigen Reichsstadt Nürnberg mitbestimmt (man kennt die Familie u.a. durch die Tucherbrauerei und von dem alten 20-Markschein, auf dessen Vorderseite Elisabeth Tucher abgebildet war). Die Tucher machten ihr Geld als Kaufleute. Sie stammten aus Simmelsdorf, wo die Schnaittach entsteht und dann auf rund 12km der Pegnitz zufließt.

Start für unsere Tour auf dem Tuchersteig ist der Bahnhof Forth. Den Ort verlassen wir über die Bismarckstraße in nördliche Richtung und kommen in die Feldflur. Wir gehen nach links. Links liegt auch das Wäldchen namens Mauslohe. Durch den Wald gehen wir in südöstliche Richtung nach Bullach, wo wir an Fischweihern an der Karpfenstraße vorbei kommen.

Von Bullach bis St. Martin ist das Wegezeichen des Tuchersteigs ein grünes Kreuz. Der Steig macht eine Schleife durch den Ort, den wir in nordöstliche Richtung verlassen. Unterhalb des Weges sind kleine Fischteiche. Wir gehen durch den Wald und kommen an den Rand von Herpersdorf durch die Försterstraße, wo wir rechts abbiegen. Wir gehen an einem Hopfenfeld vorbei über ein Asphaltsträßchen und biegen dann nach links in die Flur.

Wir überqueren die Staatsstraße, die von Schnaittach nach Forth führt und kommen nach Kirchröttenbach. Rechts von uns ist der Friedhof mit der früheren Wallfahrtsstätte Kreuzbergkapelle nahe dem Kalvarienberg. Nächste Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche St. Walburga. Sie ist ein Beispiel einer fränkisch, gotischen Landkirche und hat Bauteile aus dem 15. Jahrhundert. Bis Simmelsdorf sind es noch rund 6,5km.

Nach der Kirche gehen wir rechts ab und gehen dann links in die offene Landschaft, passieren zwischendurch ein Wäldchen und durchqueren Freiröttenbach, das auf einer durchschnittlichen Höhe von 400m liegt. Von dem Sträßchen biegen wir dann rechts in die abwechslungsreiche Landschaft mit Feld und Wald ab und kommen zur Kapelle St. Martin, einer Einöde auf einem 468m hohen Bergrücken. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Simmelsdorf, das auf 375m ist – wir lassen es gemächlich auslaufen. Vor Simmelsdorf überqueren wir die Haunach, die einst den Schlossgraben speiste, und der Schnaittach zufließt.

Im Schlosspark stehen das alte und das neue Tucherschloss. Das alte Tucherschloss ist im Kern aus dem 14. Jahrhundert und zeigt sich oben mit Fachwerk und Türmchen. Das neue Tucherschloss ist von einem Staffelgiebel geprägt. Es gibt mehrere Tucherschlösser. In dem in der Nürnberger Altstadt ist ein Museum. Unsere Wanderung endet am Bahnhof Simmelsdorf.

Bildnachweis: Von Klaus M. [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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