Altstadtrunde Sangerhausen mit Europa-Rosarium und Halde Hohe Linde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑284m  ↓284m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein ganz besonders duftendes Angebot, nicht nur für Bienen, hat Sangerhausen mit dem Europa-Rosarium zu bieten. Die Stadt im Südharz liegt auf rund 154m am östlichen Rand der fruchtbaren Goldenen Aue zwischen Harz und Kyffhäusergebirge.

Unsere Runde erkundet die Kreisstadt mit ihren mittelalterlichen Kirchen, führt zum Europa-Rosarium, hinauf zur riesigen Abraumhalde Hohe Linde und dem Schlößchenkopf mit dem Aussichtsturm Moltkewarte.

Die ersten rund 7km werden wir in Tallage wandern. Start ist am Bahnhof Sangerhausen. Wir kommen am Spengler-Museum vorbei, dass nach Gustav Adolf Spengler benannt ist. Der fand ein Steppenmammut 1931 bei Edersleben und das ist das einzige Gesamtskelett dieser Art in Deutschland. Das Mammut schaffte es zu einem Wahrzeichen von Sangerhausen. Wir folgen der Bahnhofstraße in den mittelalterlichen Stadtkern, mit Stadtmauerresten und Schlossgeschichte.

Rechts sehen wir die evangelische Marienkirche aus der Zeit um 1350 im Stil der Gotik. Sie ist das zweitälteste Gebäude von Sangerhausen und stimmungsvoller Ort für den jährlichen Weihnachtsmarkt.

Wir überqueren die Gonna, die südwestlich von Sangerhausen nach 17km Lauf in die Helme mündet, und gelangen zur Jacobikirche aus der Zeit der Spätgotik (1457-1542). Auffallend ist der oktogonale Turm, der sich leicht nach Westen neigt und schiefer Jakob genannt wird. Als weitere Besonderheit gilt die Monduhr. Der Turm wurde auch zu einem Wahrzeichen von Sangerhausen.

Am Marktbrunnen vorbei geht es zum auffallenden Rathaus Sangerhausen, dass um 1550 gebaut wurde. Die Ulrichstraße leitet zur evangelischen St. Ulrici Kirche. Die Kirche St. Ulrici (evangelisch) an der Straße der Romanik ist eine romanische kreuzförmig gewölbte Pfeilerbasilika und mit ihren Baudatum von 1116 bis 1123 das älteste Gebäude Sangerhausens.

Wir gehen durch Grün am Klosterplatz vorbei und zum Europa-Rosarium zwischen Dreier- und Zweierteich am Röhrgraben entlang. Die Blüte im Europa-Rosarium (Eintritt in der Saison) beginnt mit dem Mai. Mehr als 8.600 Rosensorten verteilen sich auf 13ha. Da ist so manch seltene Art drunter. Das Europa-Rosarium besitzt die größte Rosensammlung der Welt und ist eine Genbank. Das Europa-Rosarium in Sangerhausen zeigt die Entwicklungsgeschichte der Rose, von wild bis kultiviert.

Einmal rund um Othal geht es in nördliche Richtung. Über den Weg Brühlberg geht es hinauf zur Hohen Linde. Die ist eine Schachthalde und hat ihren Gipfel auf 400m. 20 Mio. Tonnen Gestein sind zusammengekommen und bilden eine weithin sichtbare Landmarke. Wenn das Wetter mitspielt, hat man weitreichende Fernsicht.

Wir bleiben oben und gehen zum Schlößchenkopf. Auf dem steht seit 1903 die Moltkewarte, 26m hoch, gemauert und an einen Burgturm erinnernd. Es ist wie bei vielen solcher Türme: sie sind eher selten offen. Es gibt hier einen Stempel für die Harzer Wandernadel. Durch die Natur kehren wir nach Sangerhausen ins Tal zurück.

Bildnachweis: Von Наталия19 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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