Ab Kalchreuth durch den Dormitzer Forst zur Dürerquelle und zum Kreuzweiher


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑210m  ↓210m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heute geht es in den Sebalder Reichswald, genauer: in den Dormitzer Forst, einem Teil des Reichswalds, der sich südlich von Dormitz erstreckt. Dürerquelle, Jungfernsitz, Sambachweiher, Kreuzweiher und Teufelstisch machen diese Halbtagesrunde sehr abwechslungsreich.

Kalchreuth zwischen Nürnberg und Erlangen liegt auf einem Höhenrücken des Sebalder Reichswalds. Wir starten am Kulturbahnhof Kalchreuth. Das Stationsgebäude zeigt sich mit Jugendstilelementen.

Wir sind bergab unterwegs und kommen zur Dürerquelle, einer Schichtquelle. Ihren berühmten Namen verdankt sie Albrecht Dürer aus Nürnberg (1471-1528), der durch die kleine Quelle im Sebalder Reichswald zu seiner Federzeichnung „Quelle im Wald mit Antonius und Paulus“ inspiriert worden sein soll.

In der Nähe ist der Jungfernsitz. Die Felsenhöhle entstand durch das fromme Schlossfräulein Adelheid, die mit einer großzügigen Gabe an die Kalchreuther Kirche den Zorn des Teufels auf sich zog. Der ließ einen Felsen auf sie sausen, doch da das fromme Fräulein gerade betete, kam nur ein Teil des Felsens runtergedonnert. Setzt sich eine Jungfer in die Felshöhlung, so soll sie noch im selben Jahr einen Mann finden.

Wir setzen uns nicht und gehen zum Wolfsgraben und von da aus zum Sambachweiher, das ist der größte der drei Weiher dort im Wald. Der Fränkische Wald umgibt uns auch auf den nächsten rund 1,6km, wenn wir eine Straße überqueren auf dem Weg zum Kreuzweiher, genau genommen sind es zwei. In der Nähe ist ein Campingplatz und eine Gaststätte (mit Öffnungszeiten für Werktagsvormittagsangler).

Wir gehen rastlos eine Waldrunde an zwei Denkmälern vorbei im Dormitzer Forst. Nach etwa 8,7km sind wir am Kreuzstein und kreuzen den Kalchreuther Weg. Circa 1km später biegen wir nach rechts auf den Weg Fünf-Föhren-Linie ein. Eine Föhre ist eine Kiefer.

Der Waldweg bringt uns in die Nähe eines Steinbruchs mit der Bezeichnung Teufelstisch. Weiter geht es in östliche Richtung und tendenziell bergauf nach Kalchreuth. Wenn der Wald offener Kulturlandschaft platz macht, sind wir im Gebiet namens Heide und wandern längs der Fürther Straße, dann Erlanger Straße sowie Heroldsberger Straße durch Kalchreuth.

Wir sehen die evangelisch-lutherischen St. Andreas Kirche, entstanden im 15. Jahrhundert im Stil der Gotik, mit dem benachbarten Hallerschloss. In der Kirche sind als ein bedeutendes Kunstwerk die zwölf Tonapostel (14. Jahrhundert). Beeindruckend ist auch das 9m hohe Sandstein-Sakramentshäuschen und ein Schreinaltar.

Das Hallerschloss war ein Wasserschloss der Patrizierfamlie Haller von Hallerstein. Der Hauptbau hat zu drei Geschossen aufgetürmte Sandsteinquader. Das Schloss stammt im Kern aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Bildnachweis: Von Janericloebe [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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