Aachen-Haaren

Haaren liegt nördlich der Aachener City an der Mündung des Haarbachs in die Wurm. Der Haarbach ist 14km lange und entspringt am Driescher Hof in Forst. Kurz vor der Mündung des Haarbachs, fließt die Wurm auch wieder im Tageslicht, nachdem sie den Rest von Aachen in einem Kanal unter der Erde zubrachte.

Im Haarbachtal steht seit dem 15. Jahrhundert die Welsche Mühle. Bis 1961 war sie in Betrieb. Später kaufte die Stadt Aachen die Mühle mit dem oberschlächtigen Wasserrad und restaurierte das Gebäude. Die Welsche Mühle wird heute als Bürgerzentrum genutzt. Auch Heiraten kann man hier. In einem Nebengebäude sind die Stadtteilbibliothek und das Heimatforum untergebracht.

Zwischen den Autobahnen A 4 und A 544 erhebt sich der Haarberg (293m). Der ist gut auszumachen, denn seit 1891 steht obenauf das Haarener Kreuz (die aktuelle Stahlversion ersetzte 1971 ein älteres Holzkreuz). 1969 wurde auf dem Haarberg die katholische Friedenskapelle gebaut. Als Folge eines Ökologieprojekts gibt es heute am Haarberg Streuobstwiesen und Biotopflächen.

In der Ortsmitte von Haaren steht die katholische Pfarrkirche St. Germanus, die 1889-92 als neugotischer Ziegelbau errichtet wurde. Etwas südlich davon steht ebenfalls in der Alt-Haarener Straße der alte Zehnthof mit seinen großzügigen Arkandenbögen.

Der älteste Gutshof in Haaren ist wohl das Gut Überhaaren. Gut Überhaaren, zu dem auch die Welsche Mühle gehörte, soll schon zu Zeiten Karls des Großen im 9. Jahrhundert bestanden haben. Heute ist das nach wie vor gut erhaltene Hofgut in einen Bestand an Eigentumswohnungen umgewidmet.

Ein bedeutendes Rittergut war einst Gut Kalkofen im Wurmtal, das erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt wurde. Im Kern stammt das heutige Anwesen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und wurde ab 1750 schlossartig ausgebaut.