Über die Mandolinenhütte zur Innerstetalsperre: Rundtour ab Lautenthal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑632m  ↓632m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Bergstadt Lautenthal ist ein anerkannter Luftkurort und zählt als Ortsteil zur Stadt Langelsheim. Von Lautenthal wandern wir mit der Innerste zur nördlich gelegenen Innerstetalsperre, aufwärts über den Teufelsberg und nach Lautenthal zurück. Hier bietet sich ein Besuch des Bergbaumuseums Historische Silbergrube Lautenthals Glück an.

Startparkplatz ist nördlich im Ort, beim SG Wolfshagen/Lautenthal. Wir wandern an der Innerste mit einem geologischen Lehrpfad nebst Infos und kommen auf die Straße Am Sparenbergweg, dann gehen wir an der Straße Zum Riesbach weiter, links und rechts Bebauung. Wiesen, Waldrand und Wald begleiten uns auf dem Weg zur Innerstetalsperre. Die Innerste ist ein rund hundert Kilometer langer Nebenfluss der Leine.

Bei der Mandolinen-Club-Hütte ist eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Es gibt tatsächlich einen Mandolinenclub Lautenthal von 1920. Die Innerstetalsperre wurde in den 1960er Jahren erbaut: Trinkwasser, Hoch- und Niedrigwasser sowie Strom sind ihre Themen. Obenauf darf man Boot fahren, Angelwurm, aber nicht sich selbst baden.

Am Südzipfel der Innerstetalsperre halten wir uns links auf dem Innerste-Radweg, queren die L515, wandern durch den Wald aufwärts und über den Teufelsberg (538m). Wenn wir dem Teufel wieder von der Schippe springen, landen wir an der Innerste und der Wildemanner Straße beim Bergbaumuseum Historische Silbergrube Lautenthals Glück. Es bietet neben Mineralien und alten Gerätschaften auch eine Grubenfahrt mit der Grubenbahn und eine Erzschifffahrt unter Tage (Rekonstruktion), bei der man in den eigenen Muskeln fühlen kann, wie schwer die Arbeit damals war.

Wir wandern ins Zentrum von Lautenthal, wo die Laute in die Innerste mündet. Das Ortsbild wird vom historischen Marktplatz aus dem 16. Jahrhundert geprägt und durch die Paul-Gerhard-Kirche (1659). Auf dem um 1560 angelegten Marktplatz wurde eine Köhlerhütte originalgetreu errichtet. Das alte Rathaus stammt aus dem Jahr 1570. Aus dem wurde ein Hotel und bettete Goethe 1784 sein Haupt. An der Laute steht als weitere Sehenswürdigkeit das kleinste Haus im Westharz: knuffig!

Bildnachweis: Von Thomas Binder [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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