Über die Frasdorfer Hütte hinauf auf die Hochries (Chiemgauer Alpen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑981m  ↓981m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Hochrieshütte ist sehr beliebt, letztendlich auch, weil man von Grainbach mit der Seilbahn bis quasi in die Wirtstube schaukeln kann. Das ist zwar auch ein Hochvergnügen, aber ein kurzes. Wir möchten uns lieber langsam hinaufsteigern und machen uns von Frasdorf aus auf die Wanderung zur südwestlich davon gelegenen Hochries (1.569m).

Die Hochries ist der Rosenheimer Hausberg. Frasdorf liegt unweit der Autobahn A 8 mit eigener Abfahrt und östlich schüttet die Ebnater Achen ihr Nass in die Prien. An der Ebnater Achen starten wir auch und zwar vom Parkplatz bei den Sportanlagen.

Wir biegen in den Weg Bäckermühle ein, kommen da auch vorbei und nach Ebnat sowie kurz drauf am Abenteuer Bergwald. Offene Landschaft, Wald begleiten uns und in etwas Entfernung auch die Ebnater Achen. Nach etwa 4km sind wir an der Gumpertbergerhütte (Selbstversorger).

Nur 500m weiter erwartet einen die Frasdorfer Hütte mit Bewirtung, malerisch umgeben, wie man es sich für eine Almhütte denkt. Wir sind auf rund 950m und weiter geht’s aufwärts. Ein Stück südlich der Hütte stoßen wir auf den Weg 217, dem wir durch abwechslungsvolle Landschaft folgen, bis er 216 wird und beim Haselsteinloch zwei Kurven macht.

Das Haselsteinloch ist nur ein im Karstgebiet Laubenstein vorkommendes Felsgebilde. Am Laubenstein und ganz in unserer Nähe liegen beispielsweise auch die Schlüssellochhöhle, das Bärenloch oder die Spielberghöhlen. Das wird eine Extratour werden müssen - wir wollen oberhalb der Grasnarbe sein und gehen weiter über die Riesenalm unterhalb vom Riesenberg (1.450m).

Nachdem wir die Almwiesen hinter und gelassen haben, geht es erneut merklich bergauf zur Hochriesbahn-Bergstation und zur Hochrieshütte. Wir sind auf knapp 1.560m aufgestiegen, haben rund 9,7km Wanderung geschafft und genießen die Aussicht über das Alpenvorland und zum Kaisergebirge. Das ist das faszinierende an Gipfeltouren: Wenn dir irgendein Problem groß vorkommt, steig' auf einen Berg.

Das scheinen heute gleich ganze Trupps befolgt zu haben, so dass wir froh sind, Proviant dabei zu haben und nach einer Rast, entfernt von Trubel, weiterwandern. Es geht in Serpentinen steil hinunter vorbei an der Seitenalm und der Wimmeralm, der Weg trägt die Nummer 216c und dann 216b. Nach der Ebersberger Alm kreuzen wir die Luftlinie der Seilbahn.

Durch Bergwald geht es weiter hinunter in Richtung der Mittelstation der Hochriesbahn. Hier bietet die Käseralm Bewirtung. Wir sind nach 13,3km auf etwa 913m, biegen rechts ein, genießen die Abwechslung im Landschaftsbild, kommen an den Haberbach und zur Kräuterwiesalm, die wir nach rund 15km erreichen, auf circa 880m. Der Haberbach fließt in den Tauerner Graben. Wald umgibt uns auf dem weiteren Weg und wir kommen langsam aber sicher in bebautes Gebiet sowie an die Ebnater Achen. Wir gehen durch die Lederstubenstraße zurück zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Dr. Wilfred Krause [GFDL], via Wikimedia Commons

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