Über die Drei Zwerge und das Großalmeyerschloß zum Lusen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑623m  ↓623m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Etwas abseits des beliebten Nationalparkzentrums Lusen verläuft diese Runde durch die abwechslungsreiche Landschaft im Nationalpark Bayerischer Wald. Wir gehen – Essen und Trinken im Rucksack – zum Lusen (1.373m) hinauf.

Unterwegs haben wir unterschiedliche Vegetationsformen unter den Füßen: Bachaue am Seebach, Wiese mit Erfrischung am Tummelplatz, Brunnen am Grafensteig, via Hochwaldsteig zur Felsengruppe Drei Zwerge und Steinfleckhüttenblick, Hochfilz in der Nähe, 1.373m auf dem Lusen, mit dem Lauf des Sagwassers nach Sagwassersäge, unserem Start und Ziel.

Bei Sagwassersäge fließt der Seebach dem Sagwasser zu. Das entspringt am Lusen und fließt südwestlich von Schönanger der Gemeinde Neuschönau in die Kleine Ohe. Wir drehen eine Nordrunde zum Lusen hinauf, der sich nahe der Grenze zu Tschechien erhebt. Das Blockmeer am Lusen wurde als Geotop ausgewiesen, gilt als besonders wertvoll und schön.

Wir folgen dem Seebach und kommen am Seefilz vorbei. Nach links biegen wir ins Jägerstraßl ein, wo wir dem Steinbach begegnen. Wenn wir etwa 5km gewandert sind, halten wir uns erneut links in Richtung Hohlstein, der sich 1.196m linkerhand erheben wird. Wir sind auf dem Marienburgweg (alt) unterwegs. Wer aufmerksamen Blickes ist, sieht eine Schrift am Felsen: 1904 Ennerst. Da hat sich Förster Josef Ennerst verewigt.

Unsere Route führt am Hohlstein vorbei, zu dessen Gipfelkreuz wir einen Abstecher machen könnten. Der Hohlstein wird vor Ort auch Großalmeyerschloß genannt. Man hat eine Aussicht ins Umland bis zum Rachel (1.453m) und Lusen zum Beispiel.

Unser nächster Stopp ist auf der einstigen Viehweide Tummelplatz, einer Lichtung mit denkmalgeschützter Forstdiensthütte (1860) und Wasserversorgung. Der Brunndoblweg bringt uns weiter durch unterschiedliche Waldvegetation, zu den Bachläufen vom Mittlerer und Hinterer Stimmelbach sowie der Schreiende Seige, die durch das Obere Reschbachtal fließt. Weiter östlich liegt übrigens Finsterau.

Nach Bachquerung halten wir uns bei der nächsten Möglichkeit links und kommen zum Brunnen am Grafensteig. Vom Grafensteig geht es auf den Hochwaldsteig zum Steinfleckhüttenblick hinauf. Wir sind nahe der Drei Zwerge, die sich westlich von uns finden. Sie sind eine markante Felsengruppe am Hohen Filzberg (1.279m). Hier stehen dicht gedrängt die drei Felsblöcke. Nachwachsende Fichten werden sie bald umringt haben.

Es geht über die Langfilzseige und auf den Finsterauer Lusensteig, am Langen Filz vorbei, übers Marktfleckl an der Grenze zu Tschechien. Nach 13,5km sind wir endlich oben! Zeit für eine aussichtsreiche Pause. Auf dem Lusen mit dem interessanten Blockmeer ist ein Gipfelkreuz. Es ragt über den Granit. Zum Blockmeer gibt es die Sage, dass der Teufel unter dem ganzen Gestein einen Schatz versteckt habe. Die nächsten 5,5km geht es hinab und wir folgen dem Lauf des Sagwassers bis nach Sagwassersäge.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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