Wuppertal-Lichtenplatz

Das Wuppertaler Wohnquartier Lichtenplatz liegt zwischen Barmen und Ronsdorf auf den Wuppertaler Südhöhen, und die sind hier tatsächlich hoch, denn am Lichtscheid befindet sich mit 350m ü. NN der höchste Punkt im Stadtgebiet von Wuppertal und fast ganz oben drauf (ein paar Meter wieder südlich) steht der Lichtscheider Wasserturm, der 1975 errichtet wurde.

Arbeiten wir uns vom Lichtscheid aus südwärts, kommt man an der Landstraße nach Barmen an der Lichtenplatzer Kapelle vorbei. Die kleine evangelische Kirche wurde 1904 erbaut und ist ein Vertreter der schlichten Vereinshausarchitektur.

Verlässt man hinter der Lichtenplatzer Kapelle die Hauptstraße und nimmt rechts die Wettinerstraße, kommt man zum Toelleturm, der sich am Südrand der Barmer Anlagen erhebt. Der 26m hohe Toelleturm wurde 1888 erbaut. 146 Stufen führen zur Aussichtsplattform, die über eine Wendeltreppe erreicht werden kann. Allerdings ist der Aufgang nur selten geöffnet. Vor dem Toelleturm steht der 1929 errichtete Brunnen mit Putten.

Hält man sich am Toelleturm rechts und geht in die Adolf-Vorwerk-Straße und biegt am Ende der Bebauung links ab, kommt man zum kleinen Vorwerk-Park. Der Vorwerk-Park gehörte einst zum Wohnsitz des Fabrikanten Adolf Vorwerk. 2003 wurde der Vorwerk-Park für die Öffentlichkeit freigegeben. Wiesen, Bachläufe, mehrere Teiche und herrliche Rhododendron-Bestände machen den Vorwerk-Park zu einem interessanten Ziel.

Hält man sich am Toelleturm dagegen links und marschiert in die Rudolf-Ziersch-Straße, kommt man zur Villa Espenlaub, die 1926-27 im Bauhausstil erbaut wurde. Hier wohnte – daher der Name – zwischenzeitlich der Flugzeugpionier Gottlob Espenlaub.

Passiert man nun die Obere Lichtenplatzer Straße, kommt man in den Kothener Busch, eine Waldgebiet, das seit dem 19. Jahrhundert als Erholungsgebiet genutzt wird. Durch den Kothener Busch verlaufen der Auer Bach, der Kothener Bach und der Lichtenplatzer Bach.