Winser Bockwindmühle und Museumshof Winsen (Aller)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑101m  ↓101m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Am Südrand der Lüneburger Heide und an der Aller liegt die Gemeinde Winsen (Aller). Wir erschließen uns Winsen aus östlicher Richtung kommend, erleben die Natur- und Kulturlandschaft mit Wald und Heide, in Winsen ist der Museumshof ein Erlebnis, ebenso die Bockwindmühle. Durch die Aller-Auen und mit der Örtze geht’s zum Ausgangsort zurück.

Start ist der Parkplatz, wo die Alte Dorfstraße (K3) zur Celler Straße (L180) führt. Wir wandern in nördliche Richtung, wo sich auch eine Garde Strommasten aufgestellt hat. Nach ca. 1,2km biegen wir im rechten Winkel nach links. Es gibt einen Aufwärtsstich und wir sind auf einer Heidefläche mit Rastmöglichkeit.

Durch Wald wandern wir nach Winsen, dessen Ortsrand wir nach ca. 3,3km erreichen. Die Attraktion in Winsen ist das Freilichtmuseum Museumshof Winsen. Es ist ein typisches Gehöft der Südheide, das aus mehreren Gebäuden besteht: Das größte ist ein Hallenhaus, Fachwerk mit Backsteinen ausgemauert. Das Wohnstallhaus (1653) ist in Zweiständerbauweise ausgeführt. Die gesamte Last verteilt sich auf zwei tragenden Ständern im Inneren.

Zum Ensemble gehört eine Scheune in Dreiständerbauweise (1727), eine Heuscheune von 1840 ist zu sehen, sehr hübsch ist auch der Treppenspeicher aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bei diesen an Hexenhäuschen erinnernden Speichern erreicht man die zweite Ebene über eine Außentreppe. Dieser Speicher stand früher auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Der Backes wurde nach altem Vorbild gebaut. Weitere Häuser fanden den Weg nach Winsen, wie Dat groode Hus.

Ein weiterer historischer Hingucker ist die Winser Bockwindmühle von 1732, zu der wir als nächstes gehen. Die Bauart der Bockwindmühle ist die älteste in Europa. Dabei steht das gesamte Mühlenhaus auf einem Pfahl. Es muss mit einem langen Außenbalken in den Wind gedreht werden. Bei Wechselwinden ist das äußerst beschwerlich. Im 16. Jahrhundert kamen die Holländermühlen auf. Hier muss nur die Kappe gedreht werden.

Mühlenweg und Celler Straße bringen uns in den Ortskern von Winsen, ein Ründchen, nach ca. 5,5km, und suchen uns einen hübschen Flecken für einen Happen. Am schmucken Amtshaus (Rathaus) von 1734 geht’s dann vorbei. In Winsen ist die Kirche St. Johannes der Täufer gewidmet.

Wir kommen an die Allerbrücke, die die L298 auf die andere Seite mitnimmt, biegen in den Allerdamm und genießen den Bachlauf zu unserer Rechten auf dem Weg zum Ausgangsort, wobei wir am Campingpark Südheide vorbeikommen und das letzte Stück mit der Celler Straße gehen.

Bildnachweis: Von losch [Der Urheber gestattet jedermann jede Form der Nutzung, unter der Bedingung der angemessenen Nennung seiner Urheberschaft] via Wikimedia Commons

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