Wildpark Alte Fasanerie (Hanau)

Ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein ist der Wildpark Alte Fasanerie in Klein-Auheim, das ein Stadtteil von Hanau ist. In Klein-Auheim stehen einige Häuser im Ortskern unter Denkmalschutz, ebenso wie der Typenbau des Bahnhofsempfangsgebäudes von Klein-Auheim.

Südwestlich von Klein-Auheim liegt der Wildpark Alte Fasanerie, der umgeben ist von den Naturschutzgebieten Untere Fasanerie von Klein-Auheim, Hochbruch von Hausen, Lauternsee bei Klein-Auheim und dem Naturschutzgebiet Im Woog von Hainstadt.

Der Wildpark Alte Fasanerie ist Heimat von rund 35 mittel- und nordeuropäischen Tierarten mit rund 350 Tieren. Der Erzbischof Lothar Franz von Schönborn schuf sich um 1710 eine Fasanerie. Wer jetzt erst ans Essen denkt, muss enttäuscht werden. Ab den 17. Jahrhundert verschönerte sich der Adel seine Landgüter durch die Ansiedlung von prächtigen Vögeln, auch Pfauen oder anderem hübschen Gefieder. Diese Fasanerien dienten den Begüterten dann auch als Ausflugsziel. Dezimiert waren die Fasan-Bestände nach 1945, und ja, jetzt war der Grund Essen bzw. der Mangel an selbigem.

Im Eingangsbereich des Wildparks ist ein Forstmuseum und sind Waschbären, Kolkraben und Eulen zu sehen. Es schließen sich an Füchse, Marder, Dachse beispielsweise und gegenüber die Haustiere. Es gibt ein begehbares Damwildgehege und auch eine Waldbühne. Wildschweine, Esel und Wisente fehlen auch nicht. Ein Hochseilgarten und eine Falknerei sind weitere Erlebnisorte im Wildgehege.

Eine Hauptattraktion ist das Wolfsgehege, wo es auch weiße Polarwölfe zu bestaunen gibt. Ist in etlichen Wolfsgehegen das „Laiengeheul“ nicht willkommen, darf man hier bei besonderen Terminen mit den Polarwölfen heulen. Das Heulen der Wölfe dient der Kommunikation, verdeutlicht Rudelzugehörigkeit und teilt der Umgebung die Reviergrenzen mit. Was so ein Wolf wohl denkt, wenn vor dem Zaun eine Horde Ungeübter rumheult?

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