Westweg: Die besten Tipps und schönsten Plätze

Deutschlands ältester Fernwanderweg ist der Westweg durch den Schwarzwald. Er wurde im Jahr 1900 speziell für Wanderer angelegt und erstmals markiert. Gut hundert Jahre später erfolgte eine Verjüngungskur, die dazu führte, dass der Westweg 2006 als Qualitätsweg vom Deutschen Wanderverband zertifiziert wurde und bis heute zu den besten (und beliebtesten) Wanderwegen Deutschlands zählt.

Der Westweg führt von Pforzheim aus durchs Enztal und Murgtal hinauf zur Hornisgrinde (1.163m), dem höchsten Gipfel im Nordschwarzwald. Dann geht es über die Europäische Wasserscheide zum Titisee und zum Feldberg (1.493m), dem höchsten deutschen Berg außerhalb der Alpen. Schließlich leitet der Westweg vom Dach des Schwarzwalds hinab an den Rhein und endet in Basel.

Insgesamt misst der Westweg gute 285km. Es wird empfohlen, den Westweg in 13 durchaus fordernden Etappen anzugehen. Aber das wird sich nicht jeder Wanderer zutrauen. Wir stellen daher die unseres Erachtens vier schönsten Etappen auf dem Westweg vor und picken für euch die Rosinen raus.

1. Unterwegs am Nationalpark Schwarzwald

Die dritte Westweg-Etappe leitet uns am Rande des Nationalparks Schwarzwald zur Schwarzenbachtalsperre und zum Herrenwieser See. Später genießen wir die Aussicht vom Friedrichsturm auf der Badener Höhe (1.003m) und steigen auf zum Hornisgrindeturm mit tollem Panoramablick. Der Mummelsee bildet schließlich das Ziel der Tageswanderung.

2. Wald, Wald, Wald. Und immer wieder Aussichten.

Westweg-Etappe 5 bringt uns in den Mittleren Schwarzwald und Wald ist unser ständiger Begleiter. Von der Alexanderschanze aus wandern wir zum malerisch gelegenen Glaswaldsee und weiter zur Passhöhe Freiersberg. Über den Aussichtspunkt Wolftalblick wandern wir weiter bis zum Harkhof. Der Harkhof wurde 1749 errichtet und ist seit den 1970er Jahren um eine Vesperstube ergänzt, die ihn zum beliebten für Wanderer und Biker macht.

3. Die Königsetappe hinauf auf den Höchsten

Die Westweg-Etappe 10 verbindet zwei der bekanntesten Ziele im Schwarzwald: den Titisee (der größte Natursee in den deutschen Mittelgebirgen) und den Feldberg, der respektvoll der Höchste genannt wird. Hier liegt im Schnitt an 150 Tagen im Jahr Schnee. Auf dem Weg passiert der Westweg das bekannte Adler-Skistadion in Hinterzarten.

4. Vom Belchen über den Blauen ins Markgräflerland

Vom Belchen (1.414m) geht es auf der zwölften Westweg-Etappe quasi nur noch bergab, bis wir im Kandertal schließlich auf rund 350m Höhe ankommen. Unterwegs wandern wir über den Blauen (1.165m), den Hausberg des Markgräflerlands. Der Gipfel des Blauen eröffnet uns ein wunderbares Panorama auf die Rheinebene mit dem Kaiserstuhl. Bei guter Sicht sind Basel und die Schweizer Alpen im Hintergrund zu sehen. Wer noch höher hinaus will, steigt auf den Blauenturm, der seit 2016 wieder geöffnet ist.

Bildnachweis: Von ptwo [CC BY 2.0] via Wikimedia Commons

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