Weldener Weiher Rundwanderung (Fuchstal)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑158m  ↓158m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hier gibt es Fisch, Forellen bespielweise. Und es gibt Naturgenuss, im Schutzgebiet mit den Weldener Weihern in der Gemeinde Fuchstal im Landkreis Landsberg am Lech. Wir erleben: Weiher, Wald, Wiesen, Feld, Welden mit 75 Einwohnern und der kleinen Pfarrkirche St. Stephan.

Die Weiherkette von Welden besteht aus vier größeren und vielen kleinen Weihern, die zur Fischzucht bereits im 17. Jahrhundert künstlich angelegt wurden. Wir starten vom Parkplatz bei der Seerose und gehen mit dem Uhrzeigersinn, wenden uns zur Seerose mit Gastronomie und dem Neuweiher.

Der Neuweiher hat rund 2,4ha Wasseroberfläche. Wir wandern am ruhigen Ufer entlang zum Kreuzweiher, der rund 2,2ha Wasseroberfläche hat, über die wir auf die gegenüberliegenden Wiesen schauen können. Es folgt der knapp 1,5ha messende Hofweiher bei der Silberseehütte. Auch hier ist ein Fischlebensraum.

In der Kette liegt ein weiterer noch kleinerer See mit einer Schutzhütte am Südende. Wir wandern einen Waldbogen und kommen durch Wiesen und Felder nach Welden. Der Ort entstand als Rodungssiedlung. Die kleine Kirche St. Stephan hatte sogar mal einen eigenen Pfarrer. Die Dorfkirche am Hang mit gotischem Turm wurde im 1784 neu errichtet. Das Deckenfresko zeigt eine historische Ortsansicht.

In Welden gibt es seit 1914 die Forellenstube mit eigener Fischzucht. Frischer kann es kaum auf den Tisch. Man trifft vielleicht auf Lamas, denn beim Weldener Hof werden Lama-Wanderungen angeboten. Das kleine Kamel kommt eigentlich aus den südamerikanischen Anden.

Das Lama wird weltweit vorwiegend wegen seiner Wolle und dem Fleisch gehalten. Ein wohlgestimmtes Lama erkennt man daran, wenn es die Ohren oben stehen hat und sein Schwänzchen entspannt hängen lässt. Bei angelegten Ohren, gurrenden Geräuschen ist Vorsicht geboten. Lamas spucken bei Futterneid, Rangfolgenstreit und „Schluss mit lustig“.

Wir wandern zur Einöde Weldermühle und zum Mühlweiher, dem letzten der vier Stillgewässer und mit knapp 6ha dem größten. Er entwässert in den Wiesbach der hier seinen Ursprung nimmt. Nach 17,4km mündet er unterhalb der Lechstaustufe 14-Pitzling in den Lech.

Bildnachweis: Von KindledTree [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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