Weißmain-Ochsenkopf-Steig (Bischofsgrün)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑378m  ↓378m
Weißmain-Ochsenkopf-Steig Markierung Beschilderung

Durch diesen Teil im Fichtelgebirge kann man auch sehr gut Winterwandern, nicht nur auf der 19km langen Ochsenkopfrunde. Wir halten es heute kürzer, starten bei Bischofsgrün in die 11km Runde. Zwischen der Talstation Ochsenkopf Nordabfahrt, dem Ochsenkopf (1.024m) und der Talstation Süd pendelt eine Seilschwebebahn durch das sportive Freizeitgebiet.

Der Ochsenkopf ist der zweithöchste Berg im Fichtelgebirge. Der Name Ochsenkopf taucht erstmals 1495 in Bergwerksakten auf. Wo sich einst geplagt wurde, hört man heute eher Juchzen beim Skifahren oder Rodeln, was per Sommerrodelbahn auch ohne Schnee möglich ist. Für Freizeitvergnügen sorgen der Alpine-Coaster, eine Zipline, ein Kletterwald im Tal.

Bischofsgrün liegt im Hochtal des Weißen Mains, auch Weißmain bezeichnet. Er ist der wasserreichere, aber mit 51,7km der kürzere, Quellfluss des Mains, kommt vom Osthang des Ochsenkopfes und vereint sich mit dem Roten Main zum Main beim Schloss Steinenhausen.

Wir vereinen uns mit dem Gipfel des Ochsenkopfes nach 6,5km. Dabei lassen wir uns vom Weißen Main durch die herrliche Landschaft begleiten. Der Fluss ist links von uns, bis zu einer Schutzhütte, wo wir die Seite wechseln, den Weißen Main dann zur Rechten haben und einen Naturpfad entlangwandern.

Wir kommen an die B303, queren den Weißen Main und sind am Karchessee, auch genannt Karchesweiher oder Flößweiher. Am Waldgasthaus vorbei wollen wir weiter in Richtung Quelle, wandern auf dem Goetheweg am Rupprechtbrünnlein mit frischem Wasser aus dem Stein vorbei zur Rast mit Aussicht am Weißmainfelsen.

Die Weißmainfelsen sind eine mächtige Granitgruppe, die sich mit Wollsackverwitterung zeigt und über die sich eine Treppe zur Aussicht biegt. Auch Wanderer auf dem Mittelweg und Quellenweg genießen die Aussichten. Eine Tafel aus Ochsenkopf-Proterobas, dem Grün-Porphyr, der bis 2009 gebrochen wurde, erleichtert die Orientierung. Das granitähnliche Gestein wurde zu Glasknöpfen und Glasperlen weiterverarbeitet und diente Bildhauern.

Durch den Wald erreichen wir die in Stein gefasste Weißmain-Quelle. Am Platz mit Rastmöglichkeiten erfahren wir auch, dass Dichter Goethe bereits 1785 nebst Begleitern am damals sogenannten Fürstenbrunnen weilte. 5,3km waren es bis hierher. Rund 1,2km Aufstieg trennen uns vom Ochsenkopf-Gipfel.

Durch den Wald streifen wir den Goethefelsen, den man auch erklimmen kann zwecks Aussicht, und sind kurz drauf auf dem Ochsenkopf, nebst Angeboten: Essen, Trinken, Spielen, Senden. Wir schauen Land und Leute. Der gemauerte Asenturm im Burgenstil wurde 1923 eingeweiht. Die Asen waren eine germanische Gottheit. Dass die hier oben war, ist wohl nicht der Fall. 

Talwärts geht’s, unter der Seilbahn durch zum Reissingerbrunnen mit gefasster Quelle und weiter durch den Wald nach Bischofsgrün. An dessen südlichem Rand wandern wir um den Hügel (745m) zu den Ochsenkopfschanzen, durch den Outdoorpark und Kletterwald nebst Hochseilgarten zum Ausgangsort nahe dem Speichersee.

Bildnachweis: Von TheRunnerUp [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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