Wanderung zur Meierei und ans Ostende von Langeoog


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑79m  ↓79m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Tour ist ein absolutes Muss für Langeoog-Besucher. Die meisten nehmen das Rad und bleiben auf dem befestigten Weg. Wir machen aber eine schöne Kombi mit Dünen, Strand und Fahrstraße. Es geht zur Meierei und weiter zum Ostende der Insel, dem sogenannten Osterhook, wo sich gerne die Seehunde sonnen.

Wir starten in der Barkhausenstraße am Haus der Insel. Wir gehen auf der Barkhausenstraße und der Willrath-Dreesen-Straße, bis wir links in die Gerk-sin-Spoor abbiegen. Die zweite rechts ist dann die Heerenhusstraße, die wir nehmen, um auf dem Norderpad ins Pirolatal zu gehen.

Das Pirolatal ist ein Dünengebiet, das nach der unter Naturschutz stehenden Pflanze Pirola (Pyrola rotundifolia) benannt ist. Unter dem Pirolatal befindet sich eine Süßwasserlinse, die vom Regen gespeist wird. Aus diesem Süßwasserbecken werden alle Bewohner und Urlauber auf Langeoog mit Trinkwasser versorgt.

Das Pirolatal - wie auch der Rest unseres heutigen Wandergebiets - ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, der als UNESCO-Weltnaturerbe unter besonderem internationalen Schutz steht.

Wir kommen zum 3ha großen Schloppsee, einem bis zu zwölf Meter tiefen Brackgewässer (Brackwasser ist so ein Mittelding zwischen Süßwasser und Salzwasser, mit einem Salzgehalt von 0,1% bis 1%). Der Schloppsee entstahd 1971 durch die Entnahme von Sandmassen für den Küstenschutz. Im See vorkommende Fischarten sind etwa die Scholle und der Aal.

Auf Höhe der Melkhorndüne (schöner Aussichtspunkt auf Langeoogs höchster Düne, Abstecher empfehlenswert) halten wir uns links durch die Dünen und gehen an den Strand. Der Strand von Langeoog ist 14 Kilometer lang, sehr breit und relativ leer, denn die Touristen halten sich meistens im Westteil der Insel auf. Wir genießen die Nordsee, lauschen den Wellen und schauen den Möwen beim jagen zu.

Nach rund dreieinhalb Kilometer Sand unter den Füßen, gehen wir erneut durch die Dünen und steuern zur Zwischenrast die Meierei an. Der früher als landwirtschaftlicher Betrieb geführte Hof ist seit langem eine Institution für Ausflügler in den Osten von Langeoog. Wer hier einkehrt, muss einfach die Dickmilch mit Sanddorn und Schwarzbrot probieren.

Von der Meierei aus gehen wir jetzt weiter bis zum Osterhook. Hier steht eine Schutzhütte und wenn man ein bisschen Glück hat, kann man hier prima Seehunde und Kegelrobben beobachten. Die beste Zeit dafür ist in der Stunde vor oder nach der Hochtide, dann ruhen sich die Jäger gerne auf dem Strand vom anstrengenden Fischfang aus.

Vom Osterhook gehen wir wieder zur Meierei und nehmen dann für den Rückweg den befestigten Weg. Dabei passieren wir das Vogelwärterhaus Langeoog (mit multimedialer Ausstellung und einer Vogelkiekerwan) und die Jugendherberge Langeoog und erreichen dann wieder den Ortskern von Langeoog.

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