Wanderung über die Kanisfluh (mit Alpe Obere und Alpengasthof Edelweiß)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑370m  ↓661m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wer in Vorarlberg als Urlauber unterwegs ist und länger als drei Tage vor Ort logiert, erhält die Bregenzerwald-Gästekarte. Mit der kann man kostenfrei Bus fahren und eine Reihe von Seilbahnen nutzen. Das macht absolut Sinn, weshalb wir unter Auto in Au an der Tourismus-Zentrale parken und von hier mit dem Bus aufbrechen.

Wir fahren bis Mellau und gehen rund einen Kilometer bis zur Talstation der Mellaubahn. Mit der gondeln wir gemütlich hoch zur Alpe Rossstelle. Hier gibt’s - falls nötig - noch einmal die Gelegenheit, sich zu stärken: Das Bergrestaurant Simma und der Alphof Rossstelle genießen bei einen guten Ruf.

Wir wandern los und sind zunächst auf einem breiten Wirtschaftsweg unterwegs. Erst Wald, dann Wiesen säumen den Weg, kleine Bächlein laden zur Erfrischung (aber nicht das Wasser trinken, hier weiden Kühe und die nutzen die Bäche auch für ihre „Geschäfte“). Es geht Richtung Kanisalpe, doch bevor wir die erreichen verlassen wir den gut ausgebauten Weg und folgen einem rot-weiß markierten Bergwanderpfad zur Kanisfluh.

Es geht stetig bergan und die Wiesen werden bald durch Steine ersetzt. Wer wie wir im Sommer unterwegs ist, ist gut beraten, genug zu trinken dabei zu haben, denn jetzt gibt es keinen Schatten mehr. Wir wandern weiter bis hinauf auf den Kamm der Kanisfluh.

Die Kanisfluh (2.044m) ist ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv und gilt als bekanntester Berg und Wahrzeichen des Bregenzerwalds. Wir sparen uns den Aufstieg zum Gipfelkreuz, weil wir auch hier am Hählesattel (1.870m) eine herrliche Sicht genießen. Wer die schmalen Pfade verlässt und ein bisschen auf eigene Faust schauen geht, sollte aufpassen, denn wenn man an der Gebirgskante steht, geht’s steil und weit ins Tal.

Wir steigen vom Hählesattel ab und steuern die Alpe Obere an. Man produziert Käse (u.a. auch Ziegenkäse) und den kann man sich hier zum Radler oder Zitronen-Soda dazubestellen - lecker! Keinen Kilometer weiter steht das nächste Gastroziel auf dem Programm: der Alpengasthof Edelweiß, der bekannt ist für seine gute Küche.

Durch die Leue wandern wir gemächlich talwärts, kommen zum Ahornenvorsäß und nach Argenstein im Tal der Bregenzer Ach. Die begleiten wir noch ein kurzes Stück, bevor wir nach rechts abbiegen zur Gemeindeverwaltung mit dem Tourismusbüro.

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