Rundwanderung durchs Auer Ried


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑748m  ↓748m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wunderbare Auer-Ried-Blicke haben wir von der Runde zwischen Au an der Bregenzer Ach am Fuße des Kanisfluh mit Blick auf die Bergkette nördlich. Wir entdecken eine besonders reizende Landschaft mit einem Teil des Auer Rieds, das unter Naturschutz steht. Es wird die ersten 7,3km stetig bergan gehen, von 785m auf 1.503m, den Rest geht’s entspannt ins Tal.

Start ist in Au, dort wo der Argenbach, auch genannt die Argen, in die Bregenzer Ach mündet. Um genau zu sein, beginnen wir an der Bregenzerwaldstraße und der St. Leonhard Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit späteren Erweiterungen. Ein Blick ins Innere fällt auch auf ein Stück Geschichte von Au, das einst Zentrum der Auer Zunft war und die wiederum war eine Vereinigung Vorarlberger Bauhandwerker, die Einfluss auf die barocke Architektur in Süddeutschland, Schweiz und Elsass nahmen.

Wir queren die Bregenzer Ach und die Argen und wandern mit dem Argenbach zur Linken, mal noch mit mäßigem Anstieg. Steiler wird es erst ab etwa Argenzipfel, das auf der anderen Bachseite liegt. Es geht hinauf in die Riedlandschaft des Auer Rieds, in dem auch ein Lehrpfad angelegt wurde. Landschaftlich wurde das Auer Ried mit Bedacht genutzt. Es hat durch die verschiedenen Bodenverhältnisse und Pflanzen einen besonderen Reichtum, der gerade im Frühjahr wahre Pracht entfaltet: Streu- und Magerwiesen, Bäume und Gebüsche, Hügelkuppen und feuchte Hänge sind Heimat von über fünfzig gefährdeten Pflanzen.

Man kann die Diversität dieser Landschaft Schritt für Schritt genießen, wenn man sich in Richtung Kanisfluh hinaufschraubt über den Weg Leue, der zahlreiche schöne Blicke erlaubt, ob hinauf in die imposante Bergkette oder hinab über die Alpflächen, nach Au, Rehmen oder Schoppernau. Oder näher dran, beim Blick zu den kleinen traditionellen Heuhütten.

Wenn es wieder abwärts geht, kommen wir durch ein Wäldchen und über Ahnenvorsäß, von Wiesen umgeben, mit seinen kleinen Hütten, hinab nach Argenstein und zum Ausgangsort. Übrigens steht das „Argen“ vor dem Bach für „böse“, da er der Argenbach es wohl auch arg meinen kann, wenn er viel Wasser führt und aus Richtung Damüls Schotter und Sand ranwälzt.

Bildnachweis: Von Reinhard Müller [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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