Wallersee-Runde (Henndorf am Wallersee)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑73m  ↓73m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Salzburger Land liegt die Gemeinde Henndorf am Wallersee. Der Wallersee zählt zum Salzburger Seengebiet im Flachgau. Mit seinen mehr als sechs Quadratkilometern Wasseroberfläche ist er der größte See im Salzburger Alpenvorland. Zur Eiszeit war der Salzachgletscher hier aktiv. Der größte Teil seines Nordufers steht unter Naturschutz. Wir erkunden einen Teil seines Südostufers und starten damit beim Freibad Henndorf.

Die ersten rund 1,5km wandern wir am Uferweg mit schönen Seeblicken. Der Wallersee misst 5,7 x 1,9km und ist an seiner tiefsten Stelle 23m tief. Er gilt als der wärmste Badesee im Salzburger Land. Vor dem Campingplatz biegen wir nach links ab, halten uns bei einem Sträßchen rechts und schwenken links ein, auf die Fischtaging, die zur Seekirchner Straße wird. Aufwärts durch die Kulturlandschaft mit Bebauung wandern wir nach Henndorf am Wallersee.

Übrigens wurde der erste Gnadenhof der Stiftung „Gut Aiderbichl“ von Michael Aufhauser im Jahr 2001 in Henndorf gegründet. Dass Henndorf somit nicht nur zu einem Tierparadies wurde, sondern zuvor auch schon als solches beschrieben war, ist dem Schriftsteller Carl Zuckmayer (1896-1977) zu verdanken, der nach der Machtergreifung der Nazis seinen Lebensmittelpunkt ab 1933 in Henndorf im Haus Wiesmühl einrichtete, bis sich Österreich 1938 den Nationalsozialisten anschloss und Zuckmayer in die Schweiz floh.

Carl Zuckmayr schrieb über Henndorf: „Einmal gelebt im Paradiese“. In Henndorf entstanden seine weltberühmten Werke „Der Schinderhannes“ und der „Hauptmann von Köpenick“. 2009 gründete sich ein Literatur-Verein, der das Literaturhaus Henndorf ins Leben rief. Das Literaturhaus ist in einem denkmalgeschützten Bauernhaus im Ortszentrum, nahe der Kirche, und bietet literarische Veranstaltungen.

Wir sind an der Pfarrkirche St. Vitus, die erhöht über dem Ort steht. An der Stelle fand man Reste einer Holzkirche. Die jetzige Kirche wurde 1825 geweiht und zeigt unter dem gotischen Turmunterbau romanische Fundamente.

Durch den Henndorfer Park und durch den Carl-Zuckmayr-Weg wandern wir aus Henndorf raus, kommen an der Wallersee-Halle vorbei zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Herzi Pinki [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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