Wacholderheiden auf der Mühlhausener Halde


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Länge: 18.98km
Gehzeit: 04:44h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Die aussichtsreiche Runde wartet mit etlichen Naturschönheiten auf: Vom baden-württembergischen Villingen-Schwenningen geht es über den Türnleberg mit Abschnittsburg nach Mühlhausen, wir erkunden das Naturschutzgebiet Mühlhauser Halde, entdecken das Teufelsloch und die Stille Musel, erleben das Schwenninger Moos und den Neckarursprung, schauen zwischendrin auf die Gipfel der Südwestalb und bekommen Infos auf dem Abschnitt des Schwenninger Geschichts- und Naturlehrpfads.

Start ist der Bahnhof Schwenningen. Zwischen dem Stellwerk und dem Neubau der Stadthalle kommen wir über den Neckar und queren das Gelände der Landesgartenschau 2010. Links sehen wir die evangelische Pauluskirche von 1910. Es geht aufwärts.

Vor dem Waldfriedhof biegen wir nach rechts in den Panoramaweg, der uns mit Waldrand und Blick nach Schwenningen unterhält. Wir steigen die Frühlingshalde über die langgezogene „Knieschnappertreppe“ aufwärts und wandern unter der B27 durch.

„Beim Waldeck“ wählen wir den Pfad hoch zum Setzebrünnele (1902-1927). Nun sind wir auch auf dem Schwenninger Geschichts- und Naturlehrpfad (GNL) und streben zum 793m hohen Türnleberg, dem Hausberg von Schwenningen. Dort war eine sogenannte Abschnittsburg, die vermutlich von einem Stammesfürsten der Hallstattzeit (750-400 v.Chr.) errichtet wurde. Vom Hochplateau fällt der Blick auf die Gipfel der Südwestalb, vom Lemberg über den Dreifaltigkeitsberg bis zum kegelförmigen Hohenkarpfen und Lupfen (mit Turm) sowie auf den Hang der Mühlhauser Wacholderheide.

Wir kommen am Wanderparkplatz Türnleberg vorbei, gehen mit Waldrand und Blumenwiese abwärts ins schmucke Mühlhausen. In Mühlhausen, mit der Kirche St. Georg nebst gestaffeltem Turmabschluss und dem sehr schönen malerischen Pfarrhaus von 1669, wurde auch ein Bauernmuseum eingerichtet. Besonders hübsch ist der Göpelhausplatz mit Brunnen, Kräutergarten, Mühle und Backhaus. Hier lässt sich eine schöne Rast einlegen, nach etwa 5,5km.

Wir wandern aus dem Ort hinaus, schlagen einen Bogen um den Burgstall Mühlhausen und gelangen ins Naturschutzgebiet Mühlhauser Halde mit Blick über den Ort und zum Türnleberg. Das Naturschutzgebiet zeigt sich als reich strukturiertes Gebiet mit Wacholderheiden, Magerrasen und Feldgehölzen, kleinen Mooren, Wiesen und Hochstauden.

Der Weg macht einen Schwenk über das Steineschle, um die Kreisstraße zwischen Weigheim und Mühlhausen zu passieren. Es geht abwärts und wir queren die Mühlbachfurt. Man kann einen Abstecher zum Teufelsloch machen. Ab dem Mühlbach geht’s gen Westen, durch Feldflure, queren die L173 und die B523. Hier wandern wir auch mit dem Wittmanstalweg und sehen die Quelle der Stillen Musel. Das Bächlein mündet nach 14km in die junge Donau.

Wir wandern mit Wald und Lichtungen durch die waldigen Gewanne Sandspitz, Kügelbühl und Fesenwald. Auf dem Weg zum Schwenninger Moos sind die B27 und die K5700 zu passieren. Das Schwenninger Moos auf der Baar ist ein Regenmoor von drei Quadratkilometern und vermag uns zu begeistern, auch weil wir gerne über Holzstege spazieren. Von 1748 bis in die 1950er wurde hier Torf abgebaut. Im Schwenninger Moos beginnt der Neckarweg. Linkerhand ist die Gastronomie Waldeslust.

Wir kommen an den Moosbach, rechts ist ein Biergarten, links der Bauchenbergweiher. Mit dem Moosbach geht’s durch das Parkgelände der Landesgartenschau 2010 und wir kommen zum Möglinsee an der Neckarquelle. Nun begleitet uns der junge Neckar bis zum Bahnhof.

Bildnachweis: Von DKrieger [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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ivw