Wachbühl-Tour (Bad Wurzach)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑169m  ↓169m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im württembergischen Allgäu lässt es sich fürstlich wandern. Zum Beispiel „Rund um Schloss Zeil“ oder auf dieser Tour, die vom Aussichtspunkt auf dem 791m hohen Wachbühl aus startet, den man auch fahrend erreichen kann, um dann durch die Naturlandschaft zu wandern. Aussichten bis zu den Alpen und in die Geschichte beim Renaissance-Schloss der Fürsten von Waldburg-Zeil.

Offene Wiesen, Wald und Kultur, Lampertsried, Sebastiansaul, Schloss Zeil und Brunnentobel sorgen als Wohnsiedlungen für weitere Kurzweil. Die ersten ca. 1,5km werden auch unsere letzten sein. Erster Überblick bietet der Wachbühl im Landschaftsschutzgebiet. Mit 791m ist er der Aussichtsberg in der Raumschaft Bad Wurzach des Zeiler Schotterfelds.

An klaren Tagen sieht man von hier die Alpenkette, das Allgäuer Vorland und Oberschwaben. Die Übersicht gen Norden fällt auf das Donautal und die Schwäbische Alb. Auf der Höhe ist recht präsent eine stattliche Linde und am Weg steht die kleine Kapelle St. Columban und St. Gallus.

Wir wandern in die so genannte Lampertsrieder Einöde und sind noch auf einem ausgebauten Weg. Lampertsried ist westlich von uns und kurz drauf öffnet sich die Runde im Uhrzeigersinn. Östlich ist der fürstliche Forst. Wir passieren die L309, danach wird der Weg „waldiger“. 

Nächstes Ziel ist das Schloss Zeil, auf 752m und einer eiszeitlichen Endmoräne. Wir streifen Sebastiansaul mit Pestkapelle und kleinem Teich und kommen zur hölzernen Josefskapelle (1858) am Ende eines Kreuzwegs, der am Schloss beginnt. Wir wandern ihn umgekehrt. Schloss Zeil ist gräflich bewohnt und kann nicht besichtigt werden. Dennoch bekommt man genügend zu sehen, nämlich eine groß dimensionierte Vierflügelanlage um einen Ehrenhof. Nachdem die Burg 1598 abgebrochen worden war, wuchs das Schloss, das von Kriegszerstörungen verschont wurde.

Die St. Maria Kirche wurde 1612 geweiht. Das Chorgestühl aus der Renaissance stammt noch von den Stiftern. Im ausgehenden 19. Jahrhundert erfolgte eine neugotische Umgestaltung. Interessant ist auch das Deckenfresko von 1939, mit Rosenkranzverleihung sowie den Themen Kirche, Staat und Familie. Im Schlossgarten ist ein Delphin-Brunnen, ein Hubertusbrunnen und der weite Blick von der Aussichtsterrasse aus. Bisweilen ist auch Damwild anwesend.

Abwärts geht’s nach Brunnentobel und wieder hinauf. Wir schreiten noch ein Stück durch den Wald und sind alsbald an dem Punkt zurück, wo wir den bekannten Weg auf den Wachbühl wandern.

Bildnachweis: Von Helge Klaus Rieder [CC0] via Wikimedia Commons

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