Rundtour von Schloss Zeil über den Wachbühl (Allgäu)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑200m  ↓200m
Kein Wegzeichen hinterlegt

"Rund um Schloss Zeil" heißt ein Themenweg im württembergischen Allgäu, der im Mittelpunkt das fürstlich bewohnte und von innen nicht zu besichtigende Schloss Zeil hat. Dennoch kommt man als Wandergast auf seine Kosten durch den weitläufigen Schlosspark, die Pfarrkirche St. Maria, den Schlosshöfen und der Aussichtsplattform mit Alpen-Panorama-Blick.

Das Renaissance-Schloss ist der Sitz der Fürsten von Waldburg-Zeil und erhebt sich auf 752m über Leutkirch auf einer eiszeitlichen Endmoräne. Das Schloss ist eine groß dimensionierte Vierflügelanlage um einen Ehrenhof. Es entstand, nach dem die Burg Zeil 1598 abgebrochen worden war. Im Hochmittelalter herrschten zuvor hier die Grafen von Bregenz und von Montfort die Geschicke zwischen Iller und Kißlegg. An dem heutigen Schloss wurde bis 1614 gebaut und es hatte das Glück, von Kriegszerstörungen verschont zu bleiben.

Die Kirche des Schlosses Zeil wurde 1612 geweiht. 1740 erfolgte ein Umbau im Stil des Barocks. Das Chorgestühl aus der Renaissance stammt noch von den Stiftern. Im ausgehenden 19. Jahrhundert erfolgte eine neugotische Umgestaltung. Das Deckenfresko ist von 1939 und zeigt die Rosenkranzverleihung sowie die Themen Kirche und Staat, Kirche und Familie.

Wir schlendern durch den Schlossgarten mit Delphin-Brunnen und kommen am Hubertusbrunnen vorbei, mit dem Relief des Heiligen Hubertus. Dann genießen wir den Blick und das herrschaftliche Gefühl von der Aussichtsterrasse. Unten ist vielleicht Damwild zu sehen, dass sich im Schatten der Mauern ausruht.

Wenn wir die Schlossanlage südlich umrundet haben, geht es hinunter nach Brunnentobel, dann durch Wald hinauf, an Lampertsried vorbei und auf den Wachbühl, der auch Landschaftsschutzgebiet ist. Mit 791m ist er der Aussichtsberg in der Raumschaft Bad Wurzach des Zeiler Schotterfelds. An klaren Tagen schaut man in die Alpenkette, ins Allgäuer Vorland und Oberschwaben. Die Übersicht gen Norden fällt auf das Donautal und die Schwäbische Alb. Recht präsent ist auf dem Wachbühl eine stattliche Linde und am Weg die kleine St. Columban und St. Gallus-Kapelle.

Wiesen und Felder begleiten nach Starkenhofen mit Dorfkapelle und wir kommen als nächstes zum Galgenhöfle mit Hofkapelle, dann über die L309 und nach Sebastianssaul, wo wir eine Pestkapelle sehen und einen Teich. Die Wanderung führt uns zur kleinen hölzernen St. Josephskapelle (1858) und entlang eines Kreuzweges mit Tonreliefs zurück zum Schloss Zeil – wie wir gehört haben, ist man in diesem Abschnitt auch im Gelände für Wildschweine.

Bildnachweis: Von Janobi - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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