Von Wernigerode durch die Steinerne Renne zum Ottofelsen und nach Schierke


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑655m  ↓415m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung bietet etliche Abwechslung vom historischen Wernigerode ausgehend, mit dem Schloss, dem sehenswerten Rathaus, seinen Museen und der wunderschönen alten Bausubstanz durch die Naturlandschaft des Harzes bis nach Schierke. Unterwegs folgen wir ein Stück der romantischen Steinernen Renne und kommen an steinigen Formationen wie dem Ottofelsen und dem Trudenstein vorbei.

Start ist der Marktplatz in Wernigerode und wir folgen der Westernstraße in südwestliche Richtung, laufen durch das Westerntor und aus dem Stadtkern hinaus nach Hasserode, das wir durchqueren. Die Bahngleise geben ein wenig Orientierung, denn sie laufen auch hier lang. Wir folgen dem Weg zur Steinerne Renne und dem Kraftwerk aus der vorletzten Jahrhundertwende, wo umweltschonend Strom produziert wird.

Die Steinerne Renne ist der Oberlauf der Holtemme, die am Fuße des Brockens (1.141m) entspringt und über die Steine rinnt, hier und da wild und romantisch. Wir folgen dem Lauf der Steinernen Renne, die rechts von uns fließt bis etwa dorthin, wo die Kleine Holtemme in sie übergeht. Highlight in der Nähe ist das Waldgasthaus mit Hotel Steinerne Renne, wo es natürlich Harzer Spezialitäten gibt und eine schöne idyllische Aussicht. Nach einer Rast biegen wir links ein und halten uns in südöstliche Richtung.

Wir kommen am Taufstein (614m) vorbei auf dem Weg zum Ottofelsen, der nach Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode benannt wurde. Der war Vizekanzler von Bismarck. Der Granitfelsen misst 36m und ist über Leitern erklimmbar. Der Ottofelsen bietet fantastische Aussichten und ist bei Wanderern und Kletterern gleichermaßen ein beliebtes Ziel. Es ergibt sich beinahe von selbst, dass man hier auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel eingerichtet hat.

An der Bergwachthütte, wo wir das Braune Wasser queren, biegen wir in die Ellenbogen-Chaussee ein und halten uns dann links in Richtung Drei Annen, wo man einen Rastabstecher machen kann.

Wir wandern in südliche Richtung nach Drei Annen Hohne, wo es einen Bahnhof gibt. Jetzt macht der Weg eine Richtungsänderung gen Westen und wir kommen an der Hohnewiese vorbei. Dann treffen wir auf den Glashüttenweg, der uns zum Trudenstein leitet. Der Felsen mit beeindruckenden Ausblicken auf Teile des Ost- und Südharzes hat seinen Namen daher, weil er einer Trute = Hexe/Zauberin ähneln soll. Leitern führen zur Aussicht.

Wir verlassen den Glashüttenweg am Kreuzungspunkt Spinne und streben Schierke entgegen, wo unsere Wanderung in der Brockenstraße am Kurpark und Steingarten endet. Wir sind auf 300m gestartet, haben an der Spinne und am Wormsgraben den Höhepunkt bei 755m geschafft und enden in Schierke, dem einstigen mondänen Ferienort der höheren Stände und späteren „Kurort der Werktätigen“, auf 615m – am Fuße des Brocken.

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