Von Schriesheim rund um den Ölberg (Steinbruch Schriesheim)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑410m  ↓410m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Schriesheim liegt nördlich von Heidelberg und besteht aus drei Stadtteilen: Schriesheim, Altenbach und Ursenbach. Wir lernen heute kennen: den Altstadtkern, den Ölberg mit Steinbruch Schriesheim, die Schauenburg und die Strahlenburg, dazwischen Wald, Wein und … Gesang.

Start ist der Festplatz am Kanzelbach, der im westlichen Ladenburg in den Neckar mündet. Seine Quelle ist beim östlich von uns gelegenen Altenbach. Wir gehen über einen kleinen Steg über den Kanzelbach, biegen links in die Talstraße.

In Schriesheim begegnen einem hier und da Teile der alten Stadtmauer aus der Zeit der Stadtgründung (Mitte des 13. Jahrhunderts). Was uns noch begegnet in der Altstadt: schmuckes Fachwerk, prächtige Gasthöfe, Kopfsteinpflaster. Wir sind mit dem Kanzelbach unterwegs und kommen zum neuen Rathaus (1970er Jahre). Über den Weg Branichstaffel geht’s hinauf, auch im Zickzack und über einen Aussichtspunkt.

Blütenweg und Steidelswinkelstaffel bringen uns nach dem Ausguck auf die Talstraße zurück. Man könnte (Sonn- oder Feiertag) einen Abstecher zum Besucherbergwerk Grube Anna-Elisabeth unternehmen. Die Grube ist ein über 700 Jahre altes Silber- und Vitriol-Bergwerk (Vitriole=kristallwasserhaltige Salze der Schwefelsäure). 

Wir queren den Kanzelbach, nehmen den Rappenbuckelweg und Burgweg, kreuzen die Strahlenburger Straße und kommen zur Wanderrast beim Liederkranzdenkmal, am Fuße der Strahlenburg aus dem 13. Jahrhundert, deren Reste sich über der Bergstraße erheben. Man hat Aussichten über die Rheinebene bis zum Pfälzerwald und könnte eine Einkehr in den Burggasthof Strahlenburg erwägen – das geht aber auch noch auf dem Rückweg über den Kurpfalzblick.

Wir wandern nun über die Schwedenschanze ins Naturschutzgebiet Ölberg beim alten Schriesheimer Steinbruch, der von 1900 bis 1967 aktiv war. Hier ist gleich mehreres bemerkenswert: der Steinbruch ist ein Eldorado für Kletterer, er steht unter Naturschutz, man sieht die gelben Felswände aus der Vegetation herausblitzen. Dort wo einst Quarzporphyr aus dem Felsen gekratzt wurde, auch Rhyolith (uranhaltig) genannt, sind nun strahlende Wunden, sozusagen.

Nun, wir klettern ja nicht, sondern wandern durchs Grün, auf dem Pflastersteinbruchweg, gen Süden und zur Ruine der Schauenburg (11./12. Jahrhundert), von der Mauerreste erhalten sind. Hier kann man nett rasten. In der Umgebung ist das Wasserrückhaltebecken Mantelbach, der Steinbruch Vatter südlich und Dossenheim. 

Unsere Wanderung ändert die Richtung, es geht gen Norden, mit Wald, Waldrand und Weinlagen. Über den Kurpfalzblick kommend könnten wir zur Strahlenburg. Wir wandern nach Schriesheim und genießen dessen Altstadtflair. Beide Kirchen wurden im 18. Jahrhundert errichtet. Die katholische (1711) hat einen Zwiebelturmabschluss. Sehr hübsch ist das Alte Rathaus (1684) aus Fachwerk mit Halle, Pranger und Glockentürmchen.

Bildnachweis: Von wusel007 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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