Ölberg und Schauenburg: Rundtour zwischen Dossenheim und Schriesheim


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑607m  ↓607m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zum Teil sind wir heute unterwegs auf der letzten Etappe des Burgensteigs zwischen Schriesheim und Dossenheim, beide an der Badischen Bergstraße, nördlich von Heidelberg. Auf der Runde gibt es viel zu entdecken: der Steinbruch Leferenz mit Feldbahn, Schanzen und Relikte der Kronenburg am Mühlbach, Aussicht vom Jägerhüttenweg, Steinbruch Schriesheim mit Naturschutzgebiet Ölberg, Strahlenburg in Weinlagen, Ruine der Schauenburg, Heimatmuseum in Dossenheim.

Bei der Kaffeerösterei in Dossenheim, nahe dem Steinbruch Leferenz, ist Start und Ziel. Der Steinbruch Leferenz ist einer von mehreren am Westabfall des Odenwaldes zur Oberrheinischen Tiefebene. Vom 18. bis 20. Jahrhundert wurde Quarzporphyr abgebaut, zumeist für die Weiterverwendung als Schotter im Straßenbau. Der Steinbruch Leferenz wurde zu einem Erlebnisraum konzipiert mit imposanter Kulisse, Infos zur Geologie und Geschichte, einer Brecheranlage, Fotodokumenten, mit Einblicken in die Arbeit der Steinbruchbeschäftigen. Man sieht auch Skulpturen des Bildhauers Knut Hüneke. Es gibt ein Steinbruchmuseum (wenig geöffnet) und seit 2009 kann man zu bestimmten Terminen über 280m mit der Lorenbahn zockeln.

Nach den Einblicken geht’s aufwärts, wir kommen nahe dem Parkplatz Drei Eichen, einem Brunnen und einer Schutzhütte über den Hauptweg und schlängeln uns mit Waldbegleitung auf den Sargweg. Ringsherum sind Fundorte, rechterhand die Schanze Kronenburg. Wir halten uns links und kommen zu den Stätten der Ost- und Westburg Kronenburg. Als Kronenburg oder Altes Schlössel wurde eine Mehrfachburg bezeichnet, von der Burgställe erhalten sind. Viel wurde noch nicht aus deren Geschichte stichhaltig aufgedeckt. Befunde deuten auf ihre Entstehung im 11./12. Jahrhundert hin.

Wir biegen auf den Bärensteinweg, der den Mühlbach begleitet und bei der Quelle quert. Jetzt wandern wir den Zimmerholzweg, teils mit Lichtungen, und biegen nach links auf den Kniebrechweg, wo wir nach gesamt rund 5km bei 454m am höchsten Punkt der Runde sind. Linkerhand ist die Höhe Hartenbühl (473m). Vogelherd und Schnellweg bilden dann unseren Untergrund, ohne Kniebruch. Wir halten uns links, wenn wir auf den Jägerhüttenweg stoßen und kommen zur Schönen Aussicht, wo ein Rastplatz angelegt wurde. Von hier hat man die schöne Aussicht über das Rheintal. Etwa 6,8km haben wir an der Stelle geschafft.

Grenzweg und Pflastersteinbruchweg führen uns zum Naturschutzgebiet Ölberg mit dem Steinbruch Schriesheim inmitten. Der alte Steinbruch Schriesheim, von 1900 bis 1967 betrieben, bietet Kletterern einige Routen. Der Ölberg misst knapp 450m, liegt am Westrand des Odenwalds über der Bergstraße und Oberrheinischen Tiefebene. Man sieht die gelblichen Felswände. Der Berg ist größtenteils bewaldet, am mittleren und unteren Hang wird Wein angebaut.

Wir kommen über den Aussichtspunkt Schwedenschanze an den Fuß der Strahlenburg. Zur Ruine der Burg aus dem 13. Jahrhundert könnten wir einen Abstecher machen und Aussichten über die Rheinebene bis zum Pfälzerwald genießen sowie eine Einkehr in den Burggasthof Strahlenburg.

Mit Wein und Wald wandern wir in südliche Richtung und kommen zur Ruine der Schauenburg (11./12. Jh.), von der Mauerreste erhalten sind. Kurz drauf sind wir am Mantelbach und kommen nach Dossenheim. In der Rathausstraße ist das Heimatmuseum, das im alten Rathaus (1890) eingerichtet wurde und Einblicke in die Steinbrecher-Tradition liefert. Man könnte einen Ortsbummel anschließen.

Bildnachweis: Von DerFloh [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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