Von Schloss Hohenaschau hinauf zur Kampenwand (Chiemgauer Alpen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑983m  ↓983m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Es beginnt historisch und wird richtig alpin, mit tollen Aussichten über die Chiemgauer Alpen und zum Chiemsee. Die Rundwanderung führt uns vom Schloss Hohenaschau im Chiemgau hinauf in die Kampenwand.

Auf dem Weg kommen wir an einigen Wänden vorbei, der Sonnenwendwand (1.512m), über Schönfeld zur Bauernwand (1.580m), zur Scheibenwand (1.598m), zur Kampenwandbahn-Bergstation mit der Möslarnalm, zum Hirschenstein (1.453m) hinunter, zum Aussichtspunkt Gipfelkreuz, über Almwiesen, den Ziehweg und den Reitweg wieder zurück. Da weiß man, was man geschafft hat, wenn man die Seilbahn nicht benutzt: „I gangat gern auf d’Kampenwand, wann i mit meiner Wamp’n kannt’.“ Wer das oben noch fehlerfrei mehrfach hintereinander sagen kann, ist gut.

Doch so weit sind wir noch nicht, wenn wir das Auto am Festplatz in der Schlossbergstraße abgestellt haben. Von 618m bis 1.554m werden wir erwandern und uns zuvor Kultur drauf schaffen. Das Schloss Hohenaschau, etwa 1km vom Zentrum in Aschau entfernt, liegt auf einem Felsrücken und ragt weithin sichtbar aus dem Grün der Umgebung.

Im 12. Jahrhundert war die Ringburg entstanden. Über 700 Jahre lang war sie adelig, verlor dann an Bedeutung und verfiel. Theodor Freiherr Cramer von Klett erwarb sie im 19. Jahrhundert und vorrangig sein Sohn baute die Burg zum Schloss aus. Das Schloss Hohenaschau gehört dem Bund und man kann hier Ferien verbringen. Die Gesamtanlage ist nur eingeschränkt öffentlich zugänglich. Im Benefiziatenhaus wurde 1988 das Prientalmuseum eröffnet. Wir begnügen uns erstmal mit einer Außenansicht.

Serpentinen erwarten uns und wir kommen auf den Forstrat-Jäger-Weg. Wir überqueren eine Straße und den Wasserthalgraben, gehen durch Wälder, über offene Landschaft immer hinauf. Wenn der Wald sich lichtet, sind wir nach rund 5,3km an der Sonnenwendwand. Wald und Felsenlandschaft belgeiten uns weiter in östliche Richtung, über Schönfeld zur Bauernwand und Scheibenwand. Hier haben wir den höchsten Punkt der Wanderung nach 7,4km erreicht. Das ist Bergfest! Die Vesper dazu machen wir an der Bergstation der Kampenbahn auf der Möslarnalm.

Die Kampenwand ist ein 1.669m hoher Berggipfel der Chiemgauer Alpen. Hoch droben prangt das Chiemgaukreuz. Es ist aus Eisen, 12m hoch und wird einige Tage im Jahr eindrucksvoll beleuchtet – mit Solarstrom. Der Name Kampenwand rührt von der Ähnlichkeit seiner Silhouette mit einem Hahnenkamm her.

Über Almen, Wald und Felsen steigen wir langsam dem Hahn vom Kamm und genießen wie auch schon zuvor fantastische Aussichten! Es geht stetig und gemäßigt hinunter, über Almwiesen, durch Wald, an Liftanlagen vorbei und über Brückl zurück zum Schloss Hohenaschau. Wir sehen einen Adler bei der Arbeit, der in der benachbarten Falknerei seinen Dienst tut.

Bildnachweis: Von Foto Fitti [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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