Von Gaschurn durch Garneratal und Fenggatobel zur Lamm-Hütta


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑672m  ↓672m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gaschurn ist die südlichste und flächenmäßig größte Gemeinde in Vorarlberg. Sie liegt im Montafon zwischen Gortipohl und Partenen. Über 51% der Fläche sind von Alpen bestimmt und knapp 13% von Mischwald bestanden. Durch Gaschurn fließt die Ill, östlich grenzt das Europaschutzgebiet Verwall an, westlich die Gebirgsgruppe Silvretta. Durch das Gemeindegebiet wurde ein rund 267km langes Wanderwegenetz gespannt.

Wir entdecken auf der Runde den Fenggatobelweg entlang des Garnerabachs, treffen die Mittelstation Versettla und genießen Gaschurn. 660m Höhenunterschied werden wir haben. Start ist der Versettlabahn-Parkplatz in Gaschurn, an der Montafoner Straße und an der Ill. Wir folgen dem Garnerabach via Garnerastraße. Der Garnerabach kommt aus südlicher Richtung und hat sein Quellgebiet nahe der Grenze zur Schweiz.

Das Garneratal kennt jeder, der „Schlafes Bruder“ (1995) gesehen hat, die Verfilmung des Romans von Robert Schneider. Das Filmdorf, im Film „Eschberg“, stand bei Ganeumaisaß auf rund 1.400m Höhe. Die besondere Herausforderung war, dass die Filmemacher um Regisseur Joseph Vilsmaier dort das komplette Dorf hinzimmern mussten, so wie es hätte sein können – und wieder aufräumen.

Die Garnerastraße bringt uns aufwärts durch Mischwald und wir biegen auf den Fenggatobelweg ein, der den Bachlauf begleitet und bei Ganeu kommen wir wieder auf die Garnerastraße und sehen ringsrum einige Häuser. Aus der Garnera- wird die Ganeuerstraße, wir queren den Bach und biegen auf den Lifinarweg. Nach rund 3,8km sind wir bei 1.609m am höchsten Punkt und wandern zur Versettlabahn-Mittelstation. Würden wir die Bahn aufwärts nutzen wollen, kämen wir zur Nova Stoba. Der namensgebende Gipfel Versettla, in der Silvretta-Gruppe liegt südlich von uns und hat 2.372m.

Wir mäandern mit zunehmender Vegetation ins Tal und kommen an der Jausenstation Lamm-Hütta vorbei, treffen kurz auf die Bergerstraße und gelangen an die Ill. In Gaschurn schauen wir uns die dem Erzengel Michael geweihte Pfarrkirche im neuromanischen Stil wurde 1869 geweiht. Im einstigen schmucken Frühmesshaus ist das Alpin- und Tourismusmuseum Gaschurn eingerichtet.

Bildnachweis: Von böhringer friedrich [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

Vgwort