Valschavielbach-Rundwanderung (Montafon)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 9 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑2280m  ↓2280m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gaschurn an der Ill ist die südlichste und flächenmäßig größte Gemeinde in Vorarlberg. Die Gemarkung von Gaschurn ist größer als das Fürstentum Lichtenstein. Über 51% der Fläche sind Alpen und knapp 13% Mischwald. Das Europaschutzgebiet Verwall liegt östlich, westlich ist die Silvretta.

In den 1990ern war Gaschurn ein bisschen Hollywood, denn im Garneratal wurde gedreht: „Schlafes Bruder“, nach einem Bestseller von österreichischen Schriftsteller Robert Schneider, verfilmt durch Joseph Vilsmaier. Man baute eigens in dem abgelegenen Tal das Bauerndorf Eschberg auf, mit allem drum und dran. 

Wir wandern heute nördlich von Gaschurn ins Valschavielbachtal. Der Valschavielbach mündet in die Ill und hat seine Quelle am Hang den Valschavielkopfs (2.696m), der sich auf der Naturschutzgebietsgrenze des Verwalls erhebt. Start unserer kurzweiligen Runde ohne allzu viele Aufs und Abs durch die herrliche Montafoner Berglandschaft ist der Versettlabahn Parkplatz.

Sportlich an Sportstätten vorbei geht’s auf den Weg Kilknerwald und durch den Mischwald in einer Schleife. Wir kommen am Aussichtspunkt Kanzel Gaschurn vorbei, umrunden Gaschurn östlich, sind von Bäumen beschattet und kommen an den Valschavielbach, den wir queren. Würden wir dem Bach seiner Quelle zu gehen, kämen wir zum Maiensäß Valschaviel zu einer weiteren Filmkulisse, jener aus Vilsmaiers „Bergkristall“ aus dem Jahr 2004, nach einer Erzählung von Adalbert Stifter von 1845.

Mit der Valschavielstraße geht’s nach Gaschurn, über den Bach und in den Ortskern. Dort schauen wir uns die 1869 dem Erzengel Michael geweihte Pfarrkirche im neuromanischen Stil an. Im einstigen schmucken Frühmesshaus ist das Alpin- und Tourismusmuseum Gaschurn eingerichtet.

Ganz hübsch ist auch die Kapelle Maria Schnee in der Parzelle Bühel, einer kleinen Anhöhe. Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1637 und folgt dem Stil des Barocks. Sie wurde von einem Paar gestiftet, das nach einer überstandenen schweren Krankheit der Gottesmutter dankte. Im Montafon ist der besondere Ort auch bei Wallfahrern recht beliebt.

Bildnachweis: Von Staubi59 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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