Die Westhovener Aue ist ein Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet mit Geschichte, in dem wir unsere Rundwanderung entlang des Rheins, südlich von Köln, starten. Die Wanderung ist geprägt von einem Gutteil Uferbeschaulichkeit zwischen Rodenkirchener Brücke und der Fähre mit dem Krokodil zwischen Zündorf und Weiß, die wir auch nutzen werden. Auch streifen wir Porz und wandern im Weißen Bogen.
Start der Runde ist der Parkplatz an der Porzer Ringstraße nahe dem Wasserwerk und der Mudra-Kaserne, die seit 2022 Gereon-Kaserne heißt. Von da geht’s ans Rheinufer durch die Aue. Die Westhovener Aue, südlich von Köln, dient heute der Erholung und war davor ein Militärgelände. Davon zeugen noch Reste des Zwischenwerks IXa. Es musste einiges stattfinden, bevor dieses rund 0,7km² große Areal wieder zivil genutzt werden durfte. Schon die Preußen hatten in diesem Beritt einen doppelten Festungsring um Köln angelegt. Die Kriege nahmen den bekannten Verlauf, in deren Nachgang eine Kaserne für das Auffangen von Ausgebombten und Vertriebenen hergerichtet worden war. Die Belgier kamen und gingen 1995. Köln beschloss, dieses Gelände als Retentionsgebiet einzurichten, zum Schutz vor Hochwassern, zum Erhalt des Auenwaldes und der Wiesen und zur Naherholung.
Wenn sich die Runde nach ca. 1,5km öffnet, biegen wir nach links ein und wandern mit dem Rhein zu unserer rechten Seite. Bis zur Fähre sind es jetzt rund 6km. Die verbringen wir beschaulich mit Rhein einerseits, Westhofen, Ensen, Porz und Zündorf andererseits. Wir schlendern durch Rheinuferwiesen, gucken Schiffe und kommen zum Yachthafen Porz-Zündorf. Nahebei ist das Museum Zündorfer Wehrturm.
Wir gelangen zu den beiden Seen Untere Groov und Obere Groov. Die Zündorfer Groov ist ein verlandeter Flussarm, der heute diese beiden Lagunen hat. Die Groov dient der Naherholung mit einigen Freizeitangeboten.
Wir nehmen dann die Fähre nach Weiß herüber. Hier schlagen wir den Weg nach rechts ein, links wäre der Stadtteil Weiß, und wandern auf dem Weißen Leinpfad. Rhein rechts, Weißer Bogen links. Der Weiße Bogen steht in der Diskussion, unter Naturschutz gestellt zu werden. Ziel wäre, den besonders schönen Auenwald und die sich anschließenden Wiesen vor zu vielen menschlichen Eingriffen zu schützen. So könnte sich das darin lebende Wild auch erholen. Der Weiße Leinpfad war einst ein Treidelpfad. Durch dicke Taue wurden einst Schiffe durch Treidelpferde stromaufwärts gezogen. Um 1850 ersetzten allmählich Schleppdampfschiffe die Pferdekraft.
Über einen Campingplatz mit Gastronomie wandern wir nach Rodenkirchen, auch ein Stadtteil von Köln. Wir streifen die „Kölsche Riviera“ und kommen zu gleich drei gastronomischen Schiffen sowie an den Kirchen Alt Maternus und St. Maternus vorbei. Eines der Bootshäuser ist die bekannte Alte Liebe. Das Schiff wurde 1911 als Tante-Emma-Laden auf dem Rhein gebaut. Die Rheinschiffer konnten sich hier mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgen. Zweimal brannte das Boot ab und wurde immer wieder hergerichtet.
Nach einer Rast auf dem Rhein kommen wir über die Rodenkirchener Brücke, die 1941 eröffnet wurde. Sie führt die A4. Anschließend ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangsort. Wir wandern ein Stück den Weidenweg und durch Linkseinbiegen geht’s das bekannte Stück zurück.
Bildnachweis: Von JordiCuber [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
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