Vom Vältinschollensee in den Thomasschollen (Meißenheim)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑113m  ↓113m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der Oberrheinischen Tiefebene, zwischen Rhein und Meißenheim in Baden, ist das Schutzgebiet Thomasschollen, das wir heute erkunden wollen, ausgehend vom Naturschutzgebiet Salmengrund. Wir sind im Ortenaukreis und erleben mit dem knapp 220ha großen Naturschutzgebiet eine schöne Wanderung durch die für diese Rheinaue hier typische Vegetation, durch die zahlreichen Bäche.

Das Naturschutzgebiet Salmengrund wird im Grunde zum gleichen Zweck geschützt, wie die Thomasschollen: Erhalt der Rheinauen, mit den Gewässern, Uferzonen, den unterschiedlichen Bodenarten, von feucht bis halbtrocken, den Auwäldern und dem Artenreichtum, der sich hier tummelt. Es wird auch wissenschaftlich betrachtet, weil man wissen will, wie sich ein Auenstandort entwickelt, wenn man ihn lässt.

Der Salmengrund ist um ein Kieswerk herum abgesteckt. Das Kieswerk Rhein-Main-Kies liegt recht nah am Rhein und der Grenze zu Frankreich. Rund um das Kieswerk sind Seen. Wir beginnen nahe dem Vältinschollensee. Der ist recht groß, hat eine Wasseroberfläche von 45ha, wird von Seglern und Anglern geschätzt. Er liegt auf dem Kieswerksgelände und hat auch einen kleinen Badestrand.

Wir kommen an der Schollenhütte vorbei, wandern an den Rhein und mit ihm zur Rechten geht’s gen Südwesten. Nach rund 4,4km schwenken wir ins Naturschutzgebiet Thomasschollen. Dieser sacht vor sich hinraschelnde Auwald hat eine harmonisierende Wirkung auf den Wanderer.

Naturgebannt kommen wir an einer Wiese vorbei, namens Gebrüder Wenz Matten. Ein kleiner Abstecher führt zu einer Fischerhütte am Mühlbach, wenn wir wollen. Der Mühlbach im System des Altrheins bleibt uns nah, wenn wir zum Ausgangsort zurückgehen.

Schließlich könnten wir noch einen Seesprung wagen, in das türkis-blaue Wasser des Vältinschollensees. Oder aber wir machen einen Sprung nach Meißenheim, das über 750 Jahre alt ist, eine evangelische barocke Kirche (1766) hat, an deren Rückseite Goethes Jugendliebe, Friederike Brion, 1813 ihre letzte Ruhestätte fand.

Bildnachweis: Von Raha1hara1 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort