Vom Schloss Ortenberg zur Bühlwegkapelle


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Länge: 9.36km
Gehzeit: 02:49h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

In Ortenberg erhebt sich sehr malerisch das Wahrzeichen der Ortenau, das Schloss Ortenberg, das als Jugendherberge genutzt wird. Das wie aus einem Märchen wirkende wehrhafte Schloss steht am Eingang zum Kinzigtal. Es wurde 1678 zerstört und erst im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil wieder aufgebaut – seine Jugend sieht man ihm gar nicht an.

Wir erkunden die frei zugänglichen Teile der schönen Anlage, die sich über die Weinlagen erhebt. Die Wurzeln von Schloss Ortenberg stecken im 11./12. Jahrhundert. Beeindruckend sind die zahlreichen Türme. Der Malerturm wurde im 15. Jahrhundert als Pulverturm gebaut, für Zündstoff können hier jetzt angehende Eheleute sorgen, denn hier ist ein Trauzimmer. Der Jakobsturm zeigt sich als Wiederaufbau von 1843. Der höchste Turm ist der Schimmelturm. Einst wurden hier Gefangene hinter 4m dicken Mauern eingekerkert, heute bietet der Schimmelturm Aussichten. Der Kapellenturm war einst Batterieturm.

Die Runde schlängelt sich durch Wald und Wein. Es geht aufwärts. Wenn sich die Runde öffnet, halten wir uns rechts und kommen am Marienschreib vorbei. Nach dem Wein sind wir im Wald und streifen das Areal eines Waldkindergartens. Kurz später sind wir bei einer sehr schönen Rast mit Aussicht und Hütte an einem Wanderknotenpunkt. Der Blick schweift über die Landschaft im Kinzigtal. Von hier aus führt auch ein Weg zum Hohen Horn mit Aussichtsturm. Den lassen wir heute aus und halten uns mehr links.

Waldreich und in Bögen wandern wir aufwärts und wieder abwärts. Wenn Wald wieder vermehrt Wein Platz macht, sind wir am südlichen Rand von Fessenbach. Hier gibt es ein weiteres malerisches Fleckchen mit dem Burda-Park und den Burda-Schlössle. Auf dem Areal steht ein Pavillon im historischen Stil, den man vermutlich auf dem ein oder anderen Hochzeitsfoto wieder sieht.

Durch die Reben kommen wir nach Fröschlach (Ortenberg) und dort zum Friedhof mit der Bühlwegkapelle mit eindrucksvollen spätgotischen Malereien im Inneren. Die Bühlwegkapelle wurde 1497 gebaut und ausgemalt. Im weiteren Verlauf wurde sie barockisiert und die Gemälde verschwanden unter Putz. Anfang des vergangenen Jahrhunderts konnten die Wandgemälde, die man als eine Art biblisches Bilderbuch verstehen kann, wieder restauriert.

Wir biegen in die Straße Steingrube und kommen am Weingut St. Andreas vorbei. Beim Parkplatz biegen wir nach rechts und wandern vorwiegend durch Weinlagen zum Schloss Ortenberg.

Bildnachweis: Von Adrian Michael [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

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