Vom Gifizsee zum Schloss Ortenberg und aufs Hohe Horn (Offenburg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑413m  ↓413m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir wandern durch den Süden von Offenburg, der „Hauptstadt“ der Ortenau. Offenburg wird von der Kinzig durchflossen, westlich ist der Rhein und als nächste Metropole ist Strasbourg auf der anderen Seite der Grenze. Auf unserer Runde sind das Erholungsgebiet Gifiz am Gifiz-See und an der Kinzig, das Schloss Ortenberg, aufwärts geht’s zum Hohen Horn (546m), Wald und Wein geleiten zurück.

Beim Strandbad Gifiz ist ein Parkplatz. Am Gifiz-See liegt auf der Halbinsel das Amphitheater von Offenburg, um den See führt der Gifiz-Rundweg. Der Gifiz-See ist ein Baggersee. Vor 1953 war hier Wiese. Das Strandbad mit Sandstrand gibt es seit 1963, seine Zukunft in dieser Form ist (Stand 2020) noch ungewiss.

Gewiss ist, dass es hier recht hübsch ist. Am gegenüberliegenden Ufer ist ein kleines Tiergehege. Wir umrunden das Südende, kommen an einem Zeltplatz vorbei, queren die Kinzig über den Kinzigsteg, halten uns rechts und kommen zum Großen Deich. Einst floss die Kinzig in vielen Armen zum Rhein. Der bekannte Rheinbegradiger, Ingenieur Tulla, legte auch an der Kinzig Hand an. Der Durchstich am Großen Deich war 1819. Der Mühlbach war beispielsweise so ein natürlicher Seitenarm der Kinzig.

Wir wandern durch die Wiesen in der Aue, die Kinzig rechts von uns. Wenn wir auf die K5326 treffen, vor den Plätzen des Sportvereins, gehen wir durch Ortenberg zum Schloss Ortenberg hinauf, zu dem Wahrzeichen der Ortenau. Sehr beeindruckend, sehr viele Türme mit Zinnen, sehr viel Geschichte.

Die Wurzeln von Schloss Ortenberg stecken im 11./12. Jahrhundert. Die Burg sicherte das Kinzigtal. Heute sichert sie als Jugendherberge das Freizeitangebot. Der Malerturm wurde im 15. Jahrhundert als Pulverturm gebaut, für Zündstoff können hier jetzt angehende Eheleute sorgen, denn hier ist ein Trauzimmer. Der Jakobsturm zeigt sich als Wiederaufbau von 1843. Der höchste Turm ist der Schimmelturm. Einst fristeten Gefangene hinter 4m dicken Mauern trübes Dasein, heute bietet er Aussichten. Der Kapellenturm, als Kapelle genutzt, war einst der Batterieturm.

Die nächsten rund 2,3k werden wir mit Anstieg verbringen, am Marienschrein vorbei, durch den Wald zu einem markanten Aussichtspunkt mit Überdachung und herrlichem Blick auf das Schloss, über Wipfel in den Wein und ins Kinzigtal. Kurz drauf kommen wir an einem weiteren Ausguck mit Bank vorbei. 

Das Hohe Horn (546m) ist der Hausberg von Offenburg und trägt einen luftig gebauten Aussichtsturm mit herrlichem Blick über das Kinzigtal, in die wein- und obstreiche Ortenau, über die Rheinebene bis zu den Vogesen und nach Straßburg. Hier haben wir Bergfest.

Durch Wald und mit Wein wandern wir abwärts, treffen auf Sport und den Schuckshof, mit Spiel, Wein und Gastronomie. Kurz drauf sind wir am Gedenkpark an Felix Burda und dem Burda-Schlössle, beim Ortsteil Fessenbach, das malerisch in den Weinbergen liegt. Die Aussichten sind ganz „Bilderbuch“, vor allen Dingen im Herbst. Durch Käfersberg und an der Hochschule Offenburg vorbei sowie über die Kinzig gelangen wir an den Gifiz-See zurück.

Bildnachweis: Von Karlunun [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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