Vom Rammelsberg zu Maltermeisterturm und Adlerklippen, zurück über Romkerhalle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑718m  ↓718m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bergbaugeschichte erwartet uns, das Naturschutzgebiet Blockschutthalden am Rammelsberg, ein beliebter Kletterfelsen mit der Adlerklippe, ein kleines Königreich an der Oker namens Romkerhalle, der Herzberger Teich und all das liegt südwestlich von Goslar, unserem Ausgangspunkt.

Einstieg in die Runde ist südlich in Goslar, auf einem Parkplatz der Straße Bergtal und nahe des Herzberger Teichs. Nördlich ist das Museum Grubenbahn Rammelsberg. Das Besucherbergwerk Rammelsberg ist von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet und wir werden es am Schluss der Runde besuchen. Zum Museumsbetrieb gehört auch der Roederstollen. Uns zieht es erstmal zum Naturschutzgebiet Blockschutthalden am Rammelsberg und zum Maltermeisterturm.

Der Maltermeisterturm entstand vor über 500 Jahren und bewachte das Bergwerk im Rammelsberg. Der Maltermeister, der im Turm wohnte, war zuständig für die Verwaltung des Grubenholzes, das im Bergwerk benötigt wurde. Übrigens ist ein Malter ein Raummaß, welches rund 1,5m³ entspricht. Der Maltermeisterturm gehört heute zu einer beliebten Ausflugsgastronomie.

Wir kommen zu Aussichtspunkten namens Blauer Haufen und einem weiteren an der Wüstenrot-Hütte. Südöstlich von uns erhebt sich der Rammelsberg (635m). Bereits im 3. Jahrhundert wurde hier Bergbau betrieben. Eine erste Erwähnung des Bergwerks erfolgte im Jahr 968. Von der urkundlichen Ersterwähnung 968 bis zur Stilllegung 1988 wurde rund tausend Jahre lang Erz abgebaut. Geschätzte 30 Mio. Tonnen Erz wurden im Erzbergwerk Rammelsberg gefördert.

Es geht bergab und wir kommen beim Pflegeschulzentrum Goslar auf die Schützenallee, in die wir rechts einbiegen. Wir treffen auf die Gelmke und gelangen zur Schutzhütte Ammental, mit Ausguck sowie zum Forsthaus Ammental, dann überqueren wir den Ammentalsbach. Mit etwas Abstand streifen wir den südwestlichen Ortsrand von Oker und kommen an die Oker. Zwischen ihr und uns liegt ein Streifen Natur und die B 498. Auch kommen wir am 1883 gegründeten Okertaler Mineralbrunnen vorbei.

Wir steigen auf zu den imposanten, bei Kletterern beliebten, Adlerklippen aus Granitfelsen. Rund 15m ragt eine der Felswände empor. Der Blick von oben ist unterschiedlich vielsagend, das liegt am Baumbewuchs.

Wir gehen dann mit der Oker gegen ihren Lauf, treffen auf ein Inselchen, das Ausgleichsbecken der Okertalsperre, geben keine Versprechungen auf der Verlobungsinsel ab und folgen dem Weg E 6 nach Romkerhalle mit Gastronomie, wo einst ein Wirt die lustige Idee hatte, sein Königreich auszurufen, das das Gebiet bei einer Reform vergessen worden war. Hier ist auch der künstliche Romkerhaller Wasserfall der Kleinen Romke und das Wasserkraftwerk (1956).

Wir begleiten dann ein kleines Stück die B 498 und schrauben uns wieder in die Höhe, rund um den Eichenberg (670m), kommen auf den Grenzweg und zur Schutzhütte Waldschrat. Der Pfeifenweg bringt uns durch den Wald zum Kinderbrunnen, der Sage nach eine Fruchtbarkeitsquelle, wo Kinder geboren oder Kinderwünsche entgegengenommen wurden.

Jetzt sind wir beim Herzberger Teich, der 1561 angelegt wurde um Wasserräder anzutreiben. Wir gehen entlang der Westufers und gelangen zum Ausgangsort zurück, wo wir eine Besichtigung des UNESCO-Weltkulturerbes Erzbergwerk Rammelsberg anschließen können.

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