Nördlich der hessischen Landeshauptstadt und Kurstadt Wiesbaden erhebt sich der 245m hohe Neroberg, ein Südausläufer des Vortaunus, nördlich des Ortsbezirks Nordost. Am Neroberg sind einige Freizeitmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Von dort aus wandern wir ins Naturschutzgebiet Rabengrund. Man kann auf den Neroberg fahren oder die Wasserlast- und Zahnstangen-Standseilbahn (Nerobergbahn) nehmen.
Die Gesamtanlage Nerotal (ab 1888) steht unter Denkmalschutz und beinhaltet die Nerobergbahn mit der Bahn und allen Bauten dazu sowie die Umgebung mit dem Weinberg, der russisch-orthodoxen Kirche (ab 1849) mit ihren goldenen Zwiebelhauben, dem Monopteros mit den Säulen (1851), das Opelbad (1934) in den klaren Linien des Neuen Bauens, die Aussichtsplattform Löwenstraße und den Turm als Rest des abgebrannten Neroberghotels (1880-1900). Wo das Hotel einst war, entstand die Erlebnismulde als Kleinkunstbühne. Gleich benachbart ist der Kletterwald Neroberg. Wir genießen gleich am Start einen fantastischen Blick über Wiesbaden und in die Umgebung.
Unser GPS führt uns abwärts durch den Mischwald, vorbei an der Curt-Hoffmann-Hütte, ins Tal des Schwarzbachs. Dort im Tal sehen wir den Abstecher zur Leichtweißhöhle (geringe Öffnungszeiten). Hier hat sich einst der Wilderer Anton Leichtweiß über 13 Jahre lang versteckt, bis er 1791 entdeckt und gefangen genommen wurde. Per einem möglichen weiteren Abstecher wäre noch die Leichtweißquelle zu sehen, um die sich eine druidische Sage dreht.
Unsere Wanderrunde macht einen Haken, begegnet einem Bachlauf und der Wilhelm-von-Opel-Hütte, erreicht den Rand des Naturschutzgebiets Rabengrund und den höchsten Punkt bei ca. 313m. Dann wandern wir durch den Rabengrund, der rund 79ha misst und Teil des Naturparks Rhein-Taunus ist. Es besteht aus einer teilweise bewaldeten Wiesenniederung. Diese Niederung geht auf extensive Landwirtschaft der Römerzeit zurück. Aufgrund der diversen Nutzung und der Geologie ergab sich eine besondere Tier- und Pflanzengesellschaft mit verschiedenen Gräsern, Röhrichten, seltenen Orchideen und Buchenwald.
Erneut treffen wir den Schwarzbach und dann wandern wir ansteigend durch den Mischwald zum Blick zur Hohen Wurzel. Je nach Üppigkeit der Vegetation und Sichtweite kann man den Fernmeldeturm auf dem Taunusgipfel Hohe Wurzel (fast 618m) sehen. Unser aussichtsreicher Startpunkt ist nur noch rund 1km entfernt.
Bildnachweis: Von Gerda Arendt [CC0] via Wikimedia Commons
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